Fo(u)r Europe

Städtepartnerschaftsprojekt Fo(u)r Europe

Das Projekt der vier Partnerstädte Châtellerault, Corby, Igoumenitsa und Velbert „Einheit in der Vielfalt – soziale Inklusion ein europäisches Thema“ startete im November 2013 mit einer Städtekonferenz und endete im Juni 2015 mit der Abschlusskonferenz in Velbert.
Viele Schüler und Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nahmen an den zahlreichen Aktivitäten und Konferenzen teil.
Die Broschüre 50 Jahre Städtepartnerschaft Châtellerault Velbert wurde von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums erstellt.

Fo(u)r Europe

„It’s Europe, it’s reality, it’s lifetime, personality. Wherever we will meet again,

our future ‘s four for Europe, that’s for sure.”

Dies ist der Refrain unseres Mottoliedes, das unser Musik- und Gesangsworkshop gemeinsam erarbeitet und vorgeführt hat. Unter dem Motto „Fo(u)r Europe“ haben wir uns im Mai mit jungen Leuten zwischen sechzehn und dreißig Jahren in Velbert getroffen. Die Teilnehmer waren aus Châtellerault Corby, und Igoumenitsa angereist, um internationale Bekanntschaften zu machen und fünf Tage, reich mit Aktivitäten, zu erleben. In den Workshops konnten wir uns bei Tanz, Musik, Radio und Schauspiel gegenseitig kennen lernen. Besonders der morgendliche Zumba-Workshop war sehr beliebt. Die Sprachbarriere war somit schnell überwunden. Am Donnerstag gab es zusätzliche Schnupperworkshops, bei denen wir uns zwischen Tauchen, Boxen, Betriebsbesichtigungen und dem Besuch einer Falknerei entscheiden konnten. In neu gemischten Gruppen hatten wir auch dabei gemeinsam viel Spaß und bekamen einen guten Einblick in die verschiedenen Aktivitäten. Das Europafest in der Velberter Innenstadt wie auch das gemeinsame public viewing des Eurovision Song Contests waren besondere Highlights. Ob Bands aus England und Frankreich oder ein Zumba-Flashmob auf der großen Bühne auf dem „Platz Am Offers“ – das Europafest hatte jedem etwas zu bieten. Auch der gemeinsame Abend im Bürgerhaus Birth/Losenburg war ein voller Erfolg und gab uns die Möglichkeit, uns noch besser kennen zu lernen und mehr über die anderen wie auch über deren Kultur zu erfahren.
Trotz des regnerischen Wetters schliefen wir gemeinsam zwei Nächte lang in großen Zelten, wo wir teilweise trotz Schlafsäcken und vielen Decken zittern mussten. Am dritten Abend begann es stark zu gewittern, selbst die Zelte fingen an wegzufliegen. Aufgrund dieses Unwetters wurden wir kurzerhand in die Jugendherberge verlagert. Viele waren noch in der Stadt und bekamen nichts von unserem Umzug mit. Helfer vom Roten Kreuz brachten die verbliebenen Sachen aus den Zelten in die Jugendherberge. Durch den Zeitdruck war es nicht möglich, alles zu ordnen, was es für die meisten schwer machte, später die eigenen Sachen wiederzufinden. Doch letztendlich waren wir alle froh, drinnen im Warmen zu sein, und allen Helfern und Helferinnen sehr dankbar, denn ohne sie wäre dies nicht möglich gewesen – da machten ein paar Jeans, die auf einmal im Flur lagen und nach dem Umzug anscheinend keinen Besitzer mehr hatten, niemandem mehr etwas aus. Von diesem Zeitpunkt an konnten wir viel Zeit mit den anderen Teilnehmern im Gemeinschaftsraum verbringen. Ob riesige Uno-Runden in vier verschiedenen Sprachen und mit dem Versuch, sich mit Händen und Füßen zu verständigen, oder Gruppenversammlungen mit gemeinsamem Singen und Musizieren – das Gemeinschaftsgefühl wuchs mit jedem Tag. Auch wenn die Griechen und Engländer schon sonntagfrüh abgereist waren, gab es am Abend zum Abschluss noch einen gemeinsamen Grillabend.
Abschließend betrachtet waren diese fünf Tage eine tolle Erfahrung und eine Bereicherung für jeden von uns. Wir alle haben die Chance bekommen, ein Stück von einer anderen Kultur kennen zu lernen, und es geschafft, Europa trotz der vielen verschiedenen Länder und Sprachen besser zu verstehen. Nicht nur das – wir alle können nun sagen, dass wir neue Freunde gefunden haben, aus Corby, aus Igoumenitsa, aus Châtellerault und aus Velbert. Für diese Möglichkeit sind wir den Veranstaltern der vier Städte sehr dankbar. Mit diesen neuen Erfahrungen und Eindrücken freuen wir uns schon auf das nächste Treffen, das voraussichtlich im Oktober in Griechenland stattfinden wird und bei dem wir hoffentlich viele neue und auch alte Gesichter wiedertreffen werden. Denn: “Wherever we will meet again, our future‘s four for Europe, that’s for sure”.

Lernorte außerhalb der Schule – Städtepartnerschaftskonferenz

Sie hatte sich überlegt, dass es eine gute Sache wäre, wenn sie sich über den Unterricht hinausgehend mit einem besonderen Projekt beschäftigen, dabei interessante Einblicke gewinnen und außerdem ein solches Engagement auch noch dokumentiert bekommen würde. Das alles reizte Sabrina Göllnitz, Schülerin der Q2, sehr. So entschloss sie sich, an der Städtepartnerschaftskonferenz der Stadt Velbert nicht nur teilzunehmen, wie die übrigen Comenius-Schüler aus dem Projektkurs Geschichte, sondern aktiv mitzuarbeiten.
Bei dem Treffen vieler Vertreter der Partnerstädte Chatellerault, Corby, Igoumenitsa und Velbert sowie einiger Gäste aus der türkischen Stadt Hacibektas ging es um soziale Inklusion von Menschen, die in ein fremdes Land und eine ihnen unbekannte Stadt ziehen, um dort zu leben. Viele soziale Einrichtungen in Velbert haben ein breit gefächertes Angebot an konkreter Hilfe und Unterstützung und auch an Aktionen und Veranstaltungen sozialen, sportlichen und kulturellen Miteinanders.
Sabrina hatte sich für einen Workshop entschieden zum Thema „Migration und Armut in der EU“. Sie traf sich im Vorfeld mit Verantwortlichen aus Velberter Einrichtungen, u.a. der Caritas und der AWO, um an Informationen zur Situation von Migranten in Velbert zu kommen. Dieses Wissen ließ sie in eine fiktive Geschichte einfließen, die sie entwarf und erzählerisch ausgestaltete und dann im Rahmen des Workshops vorstellte. Diese Geschichte zu schreiben, hat Sabrina viel Freude gemacht. Migration bekommt ein Gesicht und es fällt einem leichter, die Lebenssituation und den Alltag von Migranten zu verstehen. Sabrina hat die Teilnahme an dem Workshop, wie sie selbst sagt, viel gebracht: eine andere Perspektive auf die Menschen, die als Migranten hierher kommen, einen Einblick in die soziale Arbeit, die in Velbert geleistet wird, und nicht zuletzt eine Bescheinigung über ihr Engagement für ihr Bewerbungsprofil.
Projektkurse sind Teil des Oberstufenangebotes am GSG. Derzeit sind sie an das Comenius-Projekt „Youth without Borders – Teenage Migration in Europe“ angebunden. Über die Projektkurse wird im Rahmen der Veranstaltungen zu den Kurswahlen der Sek II informiert.

50 Jahre Städtepartnerschaft mit Châtellerault

Diesen Monat verbrachten wir, vier Schülerinnen und Schüler der Q1, einige Tage in der Velberter Partnerstadt Châtellerault in Frankreich. Anlässlich des 50. Jubiläums der Städtefreundschaft und außerdem im Rahmen des Projektes „Fo(u)r Europe“ hatten die Franzosen rund 300 Gäste aus ganz Europa sowie Kanada und Afrika zu Gast.
Während die Erwachsenen in ihren Workshops über Themen wie Integration, Inklusion, Jugendarbeit und Jugendarbeitslosigkeit diskutierten, konnten wir an verschiedenen anderen Workshops wie zum Beispiel Zumba, Videoproduktion, 3D-Drucken, Musik oder Theater teilnehmen. Außerdem waren aus Deutschland, Polen, Spanien und Frankreich Jugendbands dabei, welche nach vielen Stunden Probe ein internationales Konzert auf die Beine gestellt und zusammen gespielt haben.
Am 8. Mai haben wir an einer Zeremonie anlässlich des Jahrestages zur Beendigung des Zweiten Weltkrieges teilgenommen und gemeinsam mit den anderen Schülern einen Kranz niedergelegt und eine Rede von Victor Hugo vorgelesen. Nach einer langen Rückfahrt und einem kurzen Stopp in Paris waren wir uns alle einig, dass es eine tolle Erfahrung war und wir auf jeden Fall gerne noch einmal an einem derartigen Treffen teilnehmen würden. Unsere Aufgabe ist es nun, ein Magazin über die fünfzigjährige Städtefreundschaft zu erstellen, welches dann unter Interessierten in Châtellerault und Velbert verteilt wird. Um Informationen zu sammeln, haben wir in Frankreich zahlreiche Interviews geführt und dabei viel über vergangene sowie über heute bestehende Austausche und Freundschaften zwischen Menschen aus Velbert und Châtellerault erfahren. Die Städtepartnerschaft bereitete sogar den Boden für Partnerschaften und Hochzeiten. Im Juni erwarten wir in Velbert Gäste aus Frankreich, Polen und Griechenland und freuen uns auch hier auf viele Gespräche und auf ein internationales Konzert.

„Paradise“ – Konzert in Châtellerault

GSG-Schüler machen Musik bei der Städtepartnerschaftskonferenz in Châtellerault

Auf einer Bühne zu stehen, vor einem begeisterten Publikum die eigene Freude und Faszination an der Musik zum Ausdruck zu bringen, das ist gewiss der Traum jeder Band! Dieser Traum hat sich für die Band „Paradise“, für Katharina Mentz und Patrick Bogdoll und die anderen Bandmitglieder, erfüllt. Sie waren auserwählt, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Velbert und Châtellerault, Corby und Igoumenitsa zusammen mit anderen Vertretern und Gruppen aus Velbert nach Châtellerault zu reisen. Dort haben sie während der Zeit vom 05. bis zum 10. Mai das Jubiläum ausgiebig mit vielen interessanten Aktivitäten, Workshops und Veranstaltungen gefeiert. Es war ein Fest der Begegnung, des Austausches und des gemeinsamen Erlebens. Am Rande der Feierlichkeiten hat sich Katharina sogar mit ihrem Austauschschüler Theo getroffen, der vor wenigen Wochen an unserer Schule mit den anderen Austauschschülern aus Frankreich zu Besuch war.
Die Band „Paradise“ hatte die Möglichkeit, zu proben, in ein Tonstudio zu gehen und sich von einem professionellen Bandcoach wertvolle Tipps geben zu lassen. Am 09. Mai fand dann ein internationales Konzert unter dem Motto „ jeunes talentes“ auf großer Bühne statt. Mehr als 500 Besucher lauschten der Musik, wiegten sich in deren Rhythmus und klatschten Beifall. Die Band „Paradise“ eröffnete das Konzert und spielte 45 Minuten lang selbst komponierte Lieder mit eigenen Texten. Im Anschluss an ihren Auftritt hatten die Bandmitglieder die Gelegenheit, selbst ganz entspannt den nachfolgenden Musikbeiträgen zuzuhören. Katharina Mentz ist die Sängerin der Band „Paradise“ und man konnte ihr die Begeisterung über die Ereignisse auch Tage nach ihrer Rückkehr aus Frankreich noch anmerken. „Schon seit Jahren mache ich richtig gerne Musik. Erst habe ich acht Jahre lang Geige gespielt, dann habe ich Gesangsunterricht genommen, als nächstes lerne ich Klavier“ schwärmt sie.