Unity in Diversity

Unity in diversity – ein internationales Jugendtreffen in Polen

Die Schüler des Projektkurses Europa der Q1 nahmen im September an einem viertägigen internationalen Treffen in Piła (Polen) teil. Im Rahmen des EU-Programms Europe for Citizens trafen sich Jugendliche aus Piła, Châtellerault (Frankreich), Corby (England), Schwerin und Velbert. Unter dem Titel Unity in diversity – an international debate about the solidarity of young Europeans fanden verschiedene Workshops und Aktivitäten statt. Einige Schülerinnen schildern ihre Eindrücke und Erfahrungen:
Nach einer langen Reise mit dem ICE und einem Reisebus kamen wir mit Frau Vondung und Frau Stüber gegen Abend endlich in Piła an. Dort haben wir dann auch gleich unsere Zimmer in einem gemütlichen Studentenwohnheim bezogen und die Ersten von uns sind losgegangen, um die Umgebung zu erkunden.
Am nächsten Morgen haben wir die anderen Jugendlichen aus England, Frankreich, Schwerin und natürlich Piła zum ersten Mal in der Schule nebenan getroffen. Dort wurden wir alle zusammen herzlich vom Bürgermeister Piłas begrüßt. Es folgte eine Präsentation über Toleranz, denn ein Ziel des Projektes war es unter anderem, die Akzeptanz gegenüber unseren Mitmenschen zu steigern, zusammen zu kommen und die Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen zu zelebrieren anstatt sie als Hürde zu sehen. Danach wurden uns in einer Stadtführung die schönsten Orte der Stadt gezeigt und die Geschichte Piłas erzählt. Nach dem Mittagessen war unsere Kreativität gefragt: Einfache Steine, die man früher als Waffe verwendet hat, um Menschen zu verletzen oder Gebäude zu zerstören, wurden diesmal dafür eingesetzt, unsere Gefühle zu zeigen. Wir malten die Steine für unsere gemeinsame Installation, die wir beim Festival of Lights der Stadt Piła präsentieren würden, in bunten Farben an. Am Ende wurden alle Steine auf einen Tisch gelegt und alle betrachteten zusammen ihr Werk. Jeder Stein schilderte die Gefühle seines Besitzers und war ein Beweis für seine Einzigartigkeit. Das schöne Septemberwetter genossen wir dann alle am Abend noch einmal richtig, denn wir fuhren zu einem See, wo eine Begrüßungsfeier organisiert war und alle gemeinsam grillten und tanzten.
An unserem zweiten Tag in Piła haben wir weiter an unserer Installation gearbeitet. Wir bemalten unsere Hände und druckten diese auf ein großes weißes Tuch. Nach dem Mittagessen in der Mensa der Schule machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Park an einem Fluss, wo wir unser gestaltetes Tuch aufhängten. Wir legten unsere Steine um einen Baum herum und hingen Luftballons in die Äste. Als wir fertig waren haben wir unsere Freizeit, die wir jeden Tag hatten, damit verbracht uns die Stadt noch weiter von unseren neuen polnischen Freunden zeigen zu lassen, Eis zu essen und Shoppen zu gehen. Am Abend konnten wir dann zum ersten Mal unsere beleuchtete Installation im Dunkeln sehen. Die ganze Stadt wurde im Rahmen des Lichterfestivals beleuchtet und überall wurden verschiedene Kunstwerke ausgestellt.

An unserem letzten Tag in Piła gingen wir nach dem Frühstück alle zusammen auf die „Insel“ der Stadt, wo die polnischen Pfadfinder kleine Spiele organisiert hatten. Danach fand eine Gedenkfeier zum Zweiten Weltkrieg statt. Es wurden mehrere Reden zum Thema Frieden gehalten. Unsere Gruppe schrieb eine Rede, welche die Wichtigkeit einer starken Gemeinschaft hervorhob. Diese wurde von Nicola Boeken in vier Sprachen (Polnisch, Englisch, Französisch, Deutsch) vorgetragen. Nach dem Mittagessen gingen wir alle in die Sporthalle der Stadt, um an kleinen Sportwettkämpfen teilzunehmen, die uns noch näher zusammenbrachten. Nach weiterer Freizeit und dem Besuch einer akrobatischen Lichtershow des Lichterfestivals am Abend packten wir dann traurig unsere Koffer und verabschiedeten uns schweren Herzens von unseren neu gefundenen, internationalen Freunden. Das Projekt und die neuen Erfahrungen werden wir alle nicht vergessen!
Am nächsten Morgen machten wir uns sehr früh wieder auf den Rückweg über Berlin nach Velbert. Die Zeit, die uns vor Abfahrt des ICEs nach Wuppertal in Berlin noch blieb, überbrückten ein paar von uns noch damit, unsere Hauptstadt im Schnelldurchlauf mit Frau Vondung zu besichtigen.