Projekte

GSG-Schüler zu Besuch im Europäischen Parlament

Schülerinnen und Schüler der EF besuchten Ende September Brüssel und das Europäische Parlament. Die Exkursion wurde von der Stadt Velbert im Rahmen eines Städtepartnerschaftsprojekts durchgeführt, an dem Schülerinnen und Schüler des GSG mitgearbeitet haben. Die Exkursion begann mit einer kurzen Besichtigung des Brüsseler Stadtzentrums. Beim anschließenden Besuch des Museums des Europäischen Parlamentes, dem Parlamentarium, konnten sich die Schülerinnen und Schüler in einer multimedial aufbereiteten Ausstellung über die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten und die Geschichte der Europäischen Union informieren.
Im Vordergrund des Besuchs stand aber ein Treffen mit dem europäischen Parlamentsabgeordneten Herbert Reul. Herr Reul, der seit 2004 Mitglied des europäischen Parlaments ist, konnte den Schülerinnen und Schülern einen lebhaften Einblick in die Arbeitsweise und den Alltag von Parlamentsmitgliedern geben. In einem offenen Gespräch konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen.

Natürlich war die aktuelle Flüchtlingsproblematik das dominierende Thema. Im Anschluss an das Gespräch folgte eine Besichtigung des Plenarsaals. Besonders beeindruckend für die Schülerinnen und Schüler war die Arbeit der Dolmetscher, die in 23 verschiedenen Amtssprachen simultan übersetzten.

Velbert meets Aberaeron – ein Brieffreundeprojekt

Schon im letzten Schuljahr wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal im Rahmen des Englischunterrichts ein Brieffreundeprojekt mit einer Schule in Wales durchgeführt. Auch dieses Jahr nahm wieder eine Klasse unserer Schule an dem Projekt teil. Lehramtsstudenten der Universität Wuppertal, die für einige Monate ein Praktikum an einer Schule in Wales machten, suchten eine Partnerklasse und stellten den Kontakt zum GSG her.

Einige Schülerinnen berichten von ihren Erfahrungen:
Im Mai dieses Jahres führte unsere Klasse, die 8c, einen Briefaustausch mit einer Schule aus Wales durch. Das Projekt wurde von der Studentin, Frau Lambertz, in die Wege geleitet. Mit den vorher vorbereiteten Steckbriefen unserer Klasse machte sich Frau Lambertz auf den Weg nach Wales, um uns der Partnerklasse vorzustellen.

Nach zwei Wochen bekamen wir dann die erste Antwort aus Wales. Zunächst waren wir über das junge Alter unserer neuen Freunde verwundert, doch sie waren sehr nett und sympathisch. Sie erzählten uns viel von sich selber und von Orten, an denen sie sich gerne aufhalten. So ist das „Caernarfon Castle“ ein beliebtes Ausflugsziel der Jugendlichen. Es stellte sich zudem heraus, dass viele gemeinsame Interessen zu finden waren. Musiker, Sportarten und Filme waren Themen, über die wir mit den Schülerinnen und Schülern sprechen konnten. Außerdem schickten wir ihnen kleine persönliche Geschenke wie Armbänder und Süßigkeiten. Leider war es etwas schwierig, längerfristige Brieffreundschaften zu führen, da die Schule aus Datenschutzgründen die Adressen ihrer Schüler nicht weitergeben durfte.
Als Frau Lambertz aus Wales zurückkam, gab es auch für uns persönliche Geschenke. Diese Brieffreundschaft war eine schöne Erfahrung für uns. Wir konnten unsere Englischkenntnisse festigen und die Theorie in Praxis umwandeln. Wir danken unserer Klassenlehrerin, Frau Vondung, und Frau Lambertz für die Mühe und Arbeit, die sie in das Projekt gesteckt haben.

Thank you!

Europäischer Dialog mit jungen Wissenschaftlern aus Griechenland, Spanien und Bosnien Herzegowina

In Zeiten der europäischen Krise, deren Auswirkungen sich besonders in den Ländern Griechenland und Spanien zeigen, ergab sich für die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sozialwissenschaften der Q2 die Gelegenheit, in einen Dialog mit Menschen aus diesen Ländern zu treten: Kynthia Armanatidi aus Griechenland, Lucas Alvarez aus Spanien und Selma Racovac aus Bosnien diskutierten mit Schülern der Q2.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dabei wurden unter anderem Themen wie „Das Bild Deutschlands in den jeweiligen Ländern“, „Die Situation der Jugendlichen“, „Arbeitslosigkeit“ und „Die Ansichten zur EU im Allgemeinen“ behandelt. Viele der Schülerinnen und Schüler waren empört über die Situation von Jugendlichen in den jeweiligen Ländern, besonders über die Aussage von Lucas Alvarez, dass der beste Physiker in Europa in Spanien kein Stipendium erhalten habe und die schlecht bezahlten Praktika inzwischen nicht mehr entlohnt würden, da diese für Jugendliche die einzige Möglichkeit böten, Berufserfahrung zu sammeln.
In einer Abschlussrunde, in der sowohl die Gäste als auch die Schülerinnen und Schüler ihre Meinung zu einem EU-Austritt Griechenlands bzw. einer Einstellung der Hilfszahlungen an wirtschaftlich schwächelnde Länder äußerten, fasste eine Äußerung die einhellige Meinung zusammen: „Die EU ist ein Team aus verschiedenen Ländern und als Team hilft man einem schwächelnden Teammitglied.“ Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch der Gäste eine Möglichkeit, die Auswirkungen der Krise aus erster Hand und nicht nur durch Aussagen der jeweiligen Politiker in den Medien zu erfahren, sodass die Krise in den europäischen Ländern nun für viele ein persönlicheres Gesicht bekommen hat.

Olympische Spiele im Ruhrgebiet – die Ruhr Games

Am Freitag, dem 5. Juni, konnten Nick, Dominik und ich im Zuge der Ruhr Games an einem „Youth Campus“ teilnehmen. Die Ruhr Games fanden dieses Jahr das erste Mal an den Orten der Industriekultur im Ruhrgebiet statt und sollen in Zukunft jährlich ausgerichtet werden. 4.000 Jugendliche aus ganz Europa traten sportlich gegeneinander, aber auch miteinander an. Olympische Kerndisziplinen wie Leichtathletik, Sprint und Triathlon wurden kombiniert mit modernen Sportarten wie Basketball, Fußball sowie den Trendsportarten: BMX, Skateboard, Parcour und Kanu-Polo. Des Weiteren gab es ein umfangreiches Kulturprogramm wie Liveauftritte von Jan Delay, Die Orsons und Maxim. Auch die Sportcontests fanden nicht in öden Sporthallen statt, sondern riesige BMX Parks waren z.B. unmittelbar neben der Zeche Zollverein und einer großen Musikbühne aufgebaut. Für uns drei begann das Programm allerdings erst am Freitag in Gladbeck in einer alten Maschinenhalle. Auf dem Industriegelände trafen sich Jugendliche aus der ganzen Welt, welche die gesamte Woche Wettbewerbe des Sports verfolgt hatten. Das Thema dieses Tages waren zwar auch die Olympischen Spiele, aber viel mehr deren Werte und damit verbundene Themen, z.B. Fair Play – Stress in der Jugend durch Sport überwinden? – Fair Play im Beruf?! – Rassismus, noch immer ein Thema? Das Programm startete schon einige Wochen vorher in einer Facebook-Gruppe, in der die Teilnehmer bereits eifrig über diese Fragen diskutierten. Als wir das Industriegelände betraten, fanden wir große Zelte für Workshops, Sportanlagen, Basketballkörbe, Hängematten und bunte Stände, an denen jedes Land nationales Essen und Informationen anbot, vor. In der großen Maschinenhalle startete auf einer Bühne bereits der Morgensport: John & Anna aus Holland tanzten zu afrikanischer Musik; sie hießen 80 Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren aus Schweden, Polen, Frankreich, Spanien, Irland und Israel und den sonnigen Tag mit gekonntem Hüftschwung willkommen.

Nach kurzer Begrüßung starteten wir in die zwei Workshops, für die sich jeder vorher angemeldet hatte. Dort wurden u.a. Wertvorstellungen von Jugendlichen gesammelt, und in meinem Workshop sprachen wir über finanzielle Probleme und Missstände der einzelnen Länder, die in der vergangenen Zeit trotz einer Fülle an Problemen Olympische Spiele beherbergt haben. ‚“Vor der Europameisterschaft 2012 in Polen wurden in meiner Stadt riesige Hotels, Autobahnen und sogar eine U-Bahn neu gebaut, um für den Tourismusansturm gewappnet zu sein. Die Regierung versprach uns dauerhaften Profit durch Tourismus, aber wo ist der geblieben?’“, fragte Damian, 14 Jahre alt, aus Polen.
In unserem zweiten gemeinsamen Workshop lernten wir vier freundliche und aufgeschlossene Mädchen aus Tel Aviv, Israel, kennen. Sie hießen uns herzlich willkommen, freuten sich über viele Teilnehmer an ihrem Projekt und überraschten uns nicht nur mit ihrer Höflichkeit, sondern auch mit ihrem exzellenten Englisch. Mittags und abends gab es Essen aus jeder Nation, sodass wir gestärkt und mittlerweile mit viel mehr Freunden am Tisch saßen, als das Abendprogramm begann: Viele Workshops, beispielsweise Tanzgruppen, führten ihre Ergebnisse auf. Anschließend ging ein sehr lauter Karaoke-Abend in die Abschiedsparty über, bei der sich viele immer noch interessant auf Englisch unterhalten haben.
Wir drei hatten dort einen wunderbaren Tag, haben liebenswerte Menschen kennen gelernt und mit Freude mal unser Englisch angewandt. Es war einfach ein schöner und erlebnisreicher Tag. Also haltet Ausschau nach den nächsten Ruhr Games!!!

Kann man aus der Geschichte lernen?

Am Freitag, dem 13. November, fand im Theaterraum des GSG unser Gespräch mit der israelischen Künstlerin und Zeitzeugin Sara Atzmon statt. Vor ihrer Ankunft sahen wir, die Schülerinnen und Schüler der Q2, eine 45-minütige Dokumentation über ihren Lebenslauf. In teils trauriger, teils bedrückender Weise berichtete der Film über Sara Atzmons Schicksal als Kind einer jüdischen Familie unter dem Einfluss der deutschen Naziherrschaft. 1933 als vierzehntes von sechzehn Kindern geboren, erlebt die elfjährige Sara Gottdiener ab 1944 die systematische Verfolgung und Vernichtung europäischer Juden durch die Nationalsozialisten. Saras Vater und vier ihrer Brüder werden zur Zwangsarbeit eingezogen, die Familie kommt in das Ghetto von Debrecen und lebt voller Angst und Demütigung, bis von dort aus der Transport nach Auschwitz und somit scheinbar die endgültige Auslöschung ihrer Geschichte beginnt. Doch der Waggon, in dem Sara und ihre Familie tagelang mit neunzig weiteren Menschen eingepfercht sind, ist auf der Vernichtungsliste des diensthabenden Offiziers nicht registriert und so wird er abgewiesen und es beginnt für die Familie eine unvorstellbare Odyssee durch Ungarn, Österreich und Deutschland, die schließlich im niedersächsischen Konzentrationslager Bergen-Belsen endet.

Als amerikanische Truppen im Jahr 1945 auf einen führerlosen Zug im Wald nahe Bergen-Belsen treffen, ist Sara endlich befreit und kann mit ihren Geschwistern, aber ohne Mutter und Vater, nach Palästina ausreisen, wo sie drei Jahre später die Gründung des neuen Staates Israel erlebt. Im Jahre 1951 tritt Sara Gottdiener in die israelische Armee ein und lernt dort ihren heutigen Ehemann Uri Atzmon kennen. Doch erst 33 Jahre nach den unsäglichen Erlebnissen ihrer Kindheit beginnt Sara Atzmon mit der Malerei, verarbeitet ihre Erlebnisse in der NS-Zeit, organisiert Ausstellungen und reist um die Welt.
Nach dem Ende der Dokumentation sprachen nun Sara und Uri Atzmon persönlich zu uns, um eindringlich vor einer Wiederholung von Verfolgung und Terror zu warnen, aber auch um ihre persönliche Sichtweise der aktuellen Situation Israels darzustellen. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wurde von unseren Mitschülern und Lehrern lebhaft genutzt – allerdings stellte sich bald ein diffuses Unwohlgefühl ein, als es um die Frage nach einer kollektiven deutschen Schuld und die Aufgabe junger Generationen ging, Verantwortung für die Geschichte des eigenen Landes zu übernehmen. Auch wenn man sich bei vielen Ansichten uneinig war, so waren sich doch alle Zuhörerinnen und Zuhörer im Klaren, dass der Holocaust und der damit einhergehende Rassismus in jeglicher Form abzulehnen ist – und zwar nicht nur rückblickend, sondern vor allem angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten und der tausender Flüchtlinge in Europa. Wir danken allen, die dieses Gespräch ermöglicht und lebendig gemacht haben.

Ein Vertreter der EU-Kommission zu Gast am GSG

Unter dem Motto „In Vielfalt geeint“ fand am Donnerstag, dem 06. November, am GSG eine interessante Veranstaltung statt. Als Europaschule hat sich unsere Schule zum Ziel gesetzt, den Schülerinnen und Schülern Europa, seine Politik,

Herr Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der regionalen Vertretung der EU-Kommission in Bonn und Herr Paul Weinhausen, Bürger Europas e.V.

seine Chancen und Möglichkeiten näher zu bringen. Die Fachschaften Geschichte und Sozialwissenschaften hatten dazu Herrn Dr. Stephan Koppelberg, den Vertreter der EU-Kommission in Bonn, eingeladen, der schon bei der Zertifizierung unserer Schule zur Europaschule anwesend war. Herr Dr. Koppelberg stand den Schülerinnen und Schülern aus der Oberstufe zu verschiedenen Themen Rede und Antwort. Brennend interessierten sich viele für Fragen, die in diesen Tagen auch die Medien beherrschen: Wie reagiert Europa auf die Bedrohung durch den radikalislamischen IS? Wird durch die globalen Konflikte Europas Wirtschaft geschwächt? Wie geht die EU mit krisengeschüttelten, finanzschwachen Mitgliedsstaaten zukünftig um? Aber auch die Frage nach dem Einsatz der EU für Klima- und Umweltschutz spielte eine Rolle. Herr Dr. Koppelberg machte den Schülerinnen und Schülern deutlich, welche Handlungsmöglichkeiten die EU hat und dass es besonders wichtig sei, an einem Strang zu ziehen. Nach diesem intensiven Austausch gab es im zweiten Teil der Veranstaltung ein unterhaltsames politisches Quiz, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und europäische Landeskunde unter Beweis stellen konnten.
Die Schülerinnen und Schüler der Q1 fanden die Veranstaltung mehrheitlich lohnenswert:

Die Veranstaltung war angesichts der anspruchsvollen Themen sehr gelungen, auch amüsant und jugendfreundlich. Herr Kloppenberg war sehr sympathisch und intelligent, was ihm ermöglichte, neutrale und verständliche Antworten zu geben.
(Hasan)

Gut war es, einen Einblick in das Leben eines gebildeten Politikers zu gewinnen, der auf jede Frage eine unparteiische Antwort parat hatte.
(Ole)

„Es hat mir gefallen, da ich es lobenswert finde, dass die Politiker sich bemühen, uns die Politik näher zu bringen.
(Rojda)

Projekttag im Polnischen Institut in Düsseldorf

Wie jedes Jahr unternahmen die Klasse 9c eine Exkursion zum Polnischen Institut in Düsseldorf. Dort fand ein Projekttag zum Thema „Polen“ und zu den deutsch-polnischen Beziehungen statt. Auch die Schülerinnen und Schüler der Polnisch- AG fuhren mit nach Düsseldorf.
Angelehnt an das Thema „Europa und die Europäische Union“ im Erdkunde- und Politikunterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Vorträgen und Workshops ausführlich mit dem Thema „Polen“ auseinander. Referenten des Polnischen Instituts sowie Slawistik-Studenten der Uni Bochum gaben den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die wechselvolle polnisch-deutsche Geschichte, unternahmen eine bildreiche Reise durch Polen und gestalteten in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern einen Streifzug durch die polnische Literatur.
Schwerpunkt des Tages war die Sensibilisierung für andere Kulturen. Besonders viel Spaß bereiteten die Diskussionen, in denen es um kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Vorurteile und Stereotype ging – immer mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich auf fremde Kulturen einzulassen und diesen offen zu begegnen. Nebenbei konnten wir in den Pausen das wunderschön restaurierte Gebäude entdecken sowie am Rhein ein wenig Sonne tanken.

Podiumsdiskussion zur Europäischen Union am Europatag

Am Montag, dem 31.03.2014, fand in der Aula unserer Schule eine Podiumsdiskussion anlässlich des Europatages statt. Teilnehmen durften die Schülerinnen und Schüler der Sozialwissenschaftskurse aus der Oberstufe und die Klasse 9c sowie weitere interessierte Kurse. Vorbereitet wurde diese Veranstaltung von der Sowi-Fachschaft und den Schülern Yannick Rösner, Mike Fecke und Mazlum Coskun. Es wurden in den Sowi-Kursen in der Oberstufe Fragen im Unterricht erarbeitet, welche die drei Schüler durchforsteten, auswählten und ordneten. Diese Fragen wurden vorab an die Politiker geschickt, sodass diese sich vorbereiten konnten.
Folgende Politiker waren vor Ort und stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler: Dirk Lukrafka (CDU), Gerno Böll-Schlereth (SPD), Thorsten Hilgers (FDP), Martina Köster-Flashar (Die Grünen), Ingrid Schween (Die Linke), Dr. Hartmut Küchle (AfD). Nachdem die Politiker sich in einem kurzen Vortrag vorgestellt und einen Über- und Ausblick in Bezug auf die EU formuliert hatten, begann die Fragerunde. Diese wurde von den oben genannten Schülern nicht nur vorbereitet, sondern auch moderiert. Dabei gab es mehrere Themen wie Beitrittskandidaten zur EU, NSA-Abhöraffäre und die Krimkrise. Zu jedem der Themen stellten die Schüler die vorbereiteten Fragen zunächst an einen Vertreter einer Partei ihrer Wahl. Anschließend gab es Gelegenheit, spontane Fragen aus dem Publikum zu stellen.
In diesen 2,5 Stunden sollten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Einblick in die Sichtweise verschiedener Parteien erhalten und so auf die Europawahl im Mai dieses Jahres vorbereitet werden. Die Rückmeldung einiger beteiligter Schülerinnen und Schüler ergab, dass die Politiker das ein oder andere Mal keine leicht verständlichen Antworten gaben, die Schülerinnen und Schüler aber insgesamt einen positiven Eindruck von der Veranstaltung hatten und sie einen kurzen, aber guten Einblick in die Europapolitik gewinnen konnten.

Velbert meets Aberaeron – Presenting a pen pal project at Wuppertal University

Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a halten an der Bergischen Universität Wuppertal einen Vortrag auf Englisch.

Aufgeregt waren sie schon, als es am Montag, dem 30.11., in Velbert nach einem letzten Probevortrag losging. Die Aufregung steigerte sich aber noch, als die Schülerinnen und Schüler Prof. Dr. Bärbel Diehr und ihre Kollegen an der Universität begrüßten, und erst recht, als sie den Seminarraum mit über sechzig Studierenden und Lehrenden betraten. Trotz der unbekannten Situation berichteten die Schülerinnen und Schüler souverän von einem Briefprojekt, welches vor den Sommerferien im Rahmen des Englischunterrichts durchgeführt worden war. Im Projekt Velbert meets Aberaeron hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Teenager im schönen walisischen Hafenstädtchen Aberaeron per Brief kennen zu lernen. Zusammen wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Lebens von Teenagern in Velbert und Aberaeron herausgearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler erweiterten dabei sowohl ihre Schreibkompetenz als auch ihre interkulturelle Kompetenz. Die deutschen Schülerinnen und Schüler mussten zum Beispiel knifflige Sätze auf Walisisch, einer weder mit dem Englischen noch mit dem Deutschen verwandten Sprache, entziffern. Neben Unterschieden wie der Sprache oder dem eher ländlich geprägten Leben der Waliser gab es aber viele Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die skurrilste war sicherlich, dass in einem Fall sowohl die walisische wie auch die deutsche Schülerin einen Goldfisch hatten, der Goldie hieß.
Herr Kassel stellte an der Universität das Geschwister-Scholl-Gymnasium vor und berichtete aus der Lehrerperspektive ebenfalls von seinen Erfahrungen aus dem Briefprojekt. Ziel des Besuchs an der Universität war es, Studierende zu gewinnen, die in 2016 ein ähnliches Projekt mit Klassen der Jahrgangsstufen 7 und 8 durchführen. Alle Studierenden aus dem Englischseminar von Prof. Dr. Diehr werden im kommenden Jahr ein Praktikum an Schulen in Wales und England durchführen und können somit als zuverlässige Partner an britischen Schulen agieren. Das Interesse auf Seiten der Studierenden konnte durch die Vorträge der Schülerinnen und Schülern sowie von Herrn Kassel geweckt werden. Die konkreten Planungen für die Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal und den Studierenden an den jeweiligen Schulen in Großbritannien wird im Februar weiter vertieft. Ein verheißungsvoller Grundstein konnte jedoch insbesondere durch die ausgesprochen gute Leistung der Schülerinnen und Schüler gelegt werden.

Fokus Balkan – Ein Planspiel des CIVIC Institutes in der Jahrgangsstufe EF

Im April veranstaltete das CIVIC Institut am Geschwister-Scholl-Gymnasium im Kurs Sozialwissenschaften in der Jahrgangsstufe EF ein Planspiel zur Erweiterung der EU. Wie funktioniert der Erweiterungsprozess? Welche Interessen verfolgen Mitgliedstaaten, Beitrittskandidaten und die Bürgerinnen und Bürger?
„Fokus Balkan“ gewährt Einblicke und ermöglicht es, den Erweiterungsprozess zu erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpfen dabei in die Rollen der Akteure, etwa der Beitrittskandidaten, von EU-Parlamentariern oder Mitgliedern der EU-Kommission. Eingerahmt wird das Planspiel durch eine interaktive Einführung in die Institutionen der EU, die Regeln für eine Erweiterung der EU und eine intensive Auswertung des Planspielgeschehens inklusive des Transfers in die Realität.
Nachdem eine Einführung in die EU stattgefunden hatte und aufgrund der Nationalflaggen der Mitgliedstaaten die derzeitige Zusammensetzung der EU dargestellt wurde, begann das eigentliche Planspiel. Die Schülerinnen und Schüler wurden dabei in Gruppen eingeteilt und sollten die Position eines der Anwärterstaaten oder der EU-Kommission selbst einnehmen. Hierbei erhielten sie ausreichend Material, um sich eine Meinung bilden zu können.
Anschließend hatten die verschiedenen Gruppen, bzw. Mitgliedsländer Gelegenheit, sich vor der Gruppe der EU-Kommission zu rechtfertigen und für einen Betritt ihres Landes zu kämpfen. Abschließend wurde von der Gruppe der EU-Kommission eine Entscheidung gefällt und verkündet. In einem abschließenden Gespräch wurden die Entscheidung und ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Sicht bewertet und besprochen.

In diesem Planspiel hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit einen Prozess auf EU- Ebene genauer in Augenschein zu nehmen. „Ein auf den ersten Blick komplizierter Vorgang wurde verständlich und nachvollziehbar“, so die Kursteilnehmer nach dem Planspiel.

Auf den Spuren der europäischen Politik – Comeniusschüler besuchen das EU-Parlament in Brüssel

Als Dank für die Mitwirkung an der Velberter Städtekonferenz Anfang des Jahres wurde der Comeniusprojektkurs von der Stadt Velbert zu einem Ausflug nach Brüssel eingeladen. Eine Schülerin des Kurses berichtet von ihren Erlebnissen: „Wir haben uns um sieben Uhr morgens am Rathaus getroffen und sind mit dem Bus losgefahren. In Brüssel angekommen, sind wir erst einmal zum EU-Parlament gelaufen. Nach einer kurzen Wartepause konnten wir das Gebäude betreten und wurden in einen Besprechungsraum geführt. Dort hatten wir die Gelegenheit, mit dem Parlamentsabgeordneten, Herrn Reul, zu reden. Er erzählte viel über das Leben eines Parlamentariers in Brüssel und über seine Arbeit im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Außerdem beantwortete er all unsere Fragen zu künftigen Entscheidungen des Parlaments. Danach zeigte uns seine Assistentin noch das Innere des Gebäudes und in der Eingangshalle wurden Fotos gemacht. Einzelne Mitglieder unserer Reisegruppe, darunter auch einige unserer Schüler, wurden für einen Dokumentarfilm über die Öffentlichkeitsarbeit des Parlamentes interviewt. Unser nächstes Ziel war das Museum zur Geschichte der EU. Dort hatten wir eine Stunde Zeit, um uns über die Geschichte und die Aufgaben der EU zu informieren, bevor wir am Nachmittag selbstständig die Innenstadt von Brüssel erkundeten. Am Abend sind wir mit dem Bus wieder zurückgefahren.“

Deutsch-Polnischer Projekttag der Jahrgangsstufe 9

Jedes Jahr findet in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf ein Projekttag zum Thema „Polen und die deutsch-polnischen Beziehungen“ für die Jahrgangsstufe 9 statt.
Angelehnt an das Thema „Europa und die Europäische Union“ im Erdkunde- und Politikunterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Vorträgen, Workshops und einer Autorenlesung ausführlich mit diesen Themen auseinander. Referenten des Polnischen Instituts gaben den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die deutsch-polnische Geschichte sowie die Landeskunde Polens, aber auch ein polnischer Schnupperkurs war Bestandteil des Programms. Die polnischen Zischlaute wurden zu richtigen Zungenbrechern für die Schülerinnen und Schüler.
In Rahmen einer Lesung und einer Diskussion vermittelte der Schriftsteller Matthias Kneip anhand von humorvollen, aber auch nachdenklichen Texten aus seinen Büchern Einblicke in den Alltag und die Kultur unseres östlichen Nachbarlandes.
Auch Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern mit polnischen Wurzeln, von Familienfeiern und Urlauben flossen mit ein. Einige Schüler hatten sogar polnisches Essen mitgebracht.
Schwerpunkt des Tages war die Sensibilisierung für andere Kulturen. Kulturelle Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, Vorurteile und Stereotype wurden angesprochen, immer mit dem Ziel, den Schülern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich auf fremde Kulturen einzulassen und diesen offen zu begegnen.