Unsere Medienscouts: Ein Blick in die Zukunft?

Velbert, 13. Oktober 2017, vier Schüler und ein Lehrer sammeln sich schon um 7 Uhr am ZOB. Wie kommt es zu einem Treffen zu so einer frühen Tageszeit? Der Grund war die Einladung zum Schüleraktionstag des Rhein-Ruhr-Verbands unter dem Motto „vernetzt, digital, erleben – app in den Parcour für Digi-Fans“, an dem die Medienscouts Felix Dören, Paul Hoguth, Raoul Musché, Robin Krowas und Herr Möllendorf teilnahmen. Rückblickend waren wir uns einig: Das frühe Aufstehen hat sich absolut gelohnt! Bereits der Veranstaltungsort war ein absoluter Wachmacher: Das ThyssenKrupp-Gelände in Essen sorgte durch sein modernes Design für große Augen. Die futuristischen Gebäude und das großzügig gestaltete Areal waren jedoch lediglich ein Vorgeschmack auf das, was uns im Innern erwarten sollte. Auf der Ausstellungsebene staunten unsere Medienscouts und viele weitere Schülerinnen und Schüler aus der Region Rhein-Ruhr nicht schlecht über Mini-Roboter, Virtual-Reality-Brillen und 3D-Drucker. Leider konnte jede Schülergruppe nur an drei von den insgesamt acht Workshops teilnehmen, die von verschiedenen Hochschulen und Betrieben angeboten wurden. Der erste uns zugeloste Workshop hieß „app auf die Straße – digitale Helfer im Auto“, worunter wir uns erst einmal nicht viel vorstellen konnten. Experten der Fachhochschule Bochum präsentierten hier kleine Platinen, die an Laptops angeschlossen waren. Diese Platinen verbanden wir mit einem Mini-Lautsprecher und programmierten diese so, dass sie einen Ton von sich gaben. Schnell fühlten wir uns an Einparkhilfen in Autos erinnert. Als dann noch ein Entfernungsmesser angeschlossen wurde, konnten wir die Programmierung so vornehmen, dass der Lautsprecher bei zunehmender Annäherung an das Messgerät immer stärker zu piepsen begann. Wir hatten in nur 45 Minuten tatsächlich kleine Einparkhilfen gebastelt. Anschließend ging es für uns zu den 3D-Druckern des Fraunhofer Instituts. Die Mitarbeiter erklärten uns verschiedene Fertigungsverfahren und Anwendungsmöglichkeiten der Drucker. Diese stellen bereits jetzt verschiedene Klein- und Ersatzteile her, werden aber auch in der Zahnmedizin eingesetzt. In Zukunft – so die Mitarbeiter – soll es sogar möglich sein, Organe zu drucken. Für Staunen sorgte ebenfalls ein 3D-Scanner (Kosten: 20.000€).
Robin und Raoul wurden von diesem gescannt und konnten anschließend ihr digitales Abbild per USB-Stick mitnehmen. Bei dem letzten Workshop erklärten uns Mitarbeiter der Firma EBG, welche Arten von Ladestationen es für Elektro-Autos gibt, wie diese funktionieren und welche Vorteile sie mit sich bringen. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten. So dauert der Ladevorgang bei Stationen in Privatgebrauch meist die ganze Nacht, wohingegen Porschefahrer an öffentlichen Stationen bereits nach 12(!) Minuten wieder durchstarten können. Mit vielen spannenden Eindrücken zu der Technik von heute (und morgen?) verließen wir gegen Mittag das ThyssenKrupp-Gelände und machten uns auf den Heimweg nach Velbert, wo es übrigens derzeit erst eine einzige Ladestation für E-Autos und auch keine öffentlich nutzbaren 3D-Drucker gibt. Zumindest noch nicht …


Tobias Möllendorf