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Schulgeschichte

Schulgeschichte

Die Geschichte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zeigt wie in einem Brennglas politische und schulpolitische Entwicklungen eines ganzen Jahrhunderts. Als Realprogymnasium 1903 mit Blick auf die praktischen Ausbildungsbedürfnisse für Kinder der Mittelschicht gegründet, blieb die Schule in ihrer erzieherischen Arbeit nicht frei von den nationalistischen Stimmungen des Kaiserreichs. Eine Generation später, in der nationalsozialistischen Diktatur, erlebt die Schule eine noch weiter gehende Indienstnahme für die plitisch-ideologischen Zeile des Regimes.
Bewegt blieb die Schulgeschichte auch nach dem Zweiten Weltkrieg: Schnell wurden eine Realschule und ein selbstständiges Mädchengymnasium aus der bisherigen Anstalt ausgegliedert. Der demokratische Staat stellte nach und nach veränderte Ansprüche an Lehren und Lernen.

Ein neues Gebäude wurde 1964 in der Poststraße bezogen; aber die damals wohl erhoffte ruhige Entwicklung trat nicht ein – erst recht nicht, als die Schule in die Auseinandersetzung um den Standort der neu gegründeten Gesamtschule geriet. Die mit Erbitterung geführte öffentliche Diskussion endete mit dem Umzug der Schule nach Birth: eine neue, große Herausforderung.

Heute kann man sagen, dass die Schule diese Herausforderung angenommen und bestanden hat. Die jeweilige Schulleitung und das Kollegium, unterstützt von Eltern und Schülerschaft, haben der Schule nicht nur ihren Bestand gesichert. Sie haben, das lässt sich in der Rückschau sicher auch mit Stolz sagen, der Schule ein verändertes Gesicht, ein neues Profil gegeben. Dazu gehört das im Schulprogramm verankerte Selbstverständnis der Schule, das von Selbst- und Mitverantwortung als Zielen schulischer Erziehung ausgeht – auch in der schon 1983 vollzogenen Umbenennung der Schule in „Geschwister-Scholl-Gymnasium” wird dieses Bekenntnis zu demokratischer Verantwortung und Zivilcourage deutlich. Der Aufbau des bilingualen Zweiges, Ansätze zur Nachmittagsbetreuung und neue Unterrichtsmethoden unterstreichen, dass die Schule ihren eigenen Weg gefunden hat. [...]

Dieses Grußwort formulierte Herr LRSD Schütze im Jubiläumsjahr 2003, er war damals schulfachlicher Dezernent des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Es benennt in aller Kürze wichtige Entwicklungsstationen unserer Schule, wie sie in ausführlicher Form in der Jubiläumsfestschrift in den Ausführungen von Herrn OStR Fischer-Feldsee nachgelesen werden können.

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