Vorwort
Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler befähigen, Verantwortung zu übernehmen
Liebe Schulgemeinde,
liebe Schulinteressierte,
mit diesem Dokument legt Ihnen das Geschwister-Scholl-Gymnasium die 2. Ausgabe seines Schulprogramms vor. Initiiert und dann verpflichtend vorgeschrieben vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW sollen Schulen in ihm Aussagen machen über den Grundkonsens ihrer Arbeit, die Schwerpunkte ihrer Bildungsvermittlung und Erziehung, über Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -kontrolle. Dabei ist es allerdings wichtig, nicht nur die Entstehung, sondern auch das Schulprogramm selbst als Prozess zu begreifen. Um die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Schule aufgreifen, Evaluationsergebnisse umsetzen und Schwerpunkte verlagern zu können sind die angestrebten Ziele und ausgewiesenen Projekte zeitgebunden, zeigen also kurz-, länger- oder langfristige Perspektiven an. Die Prämissen spezifisch und prozesshaft legen deutlich fest, dass ein Schulprogramm weder eine Zusammenstellung von Unterrichtsinhalten und Methoden, wie sie in weit ausführlicherer Form in den Fachcurricula des Ministeriums und der Schulen vorliegt, noch eine fertige, festgebundene Hochglanzbroschüre sein kann. Das hier vorliegende Schulprogramm des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ist deshalb, wenn auch gebunden, ein Arbeitsexemplar, angelegt darauf, stets erweitert und revidiert zu werden. Allerdings möchten wir unterscheiden zwischen den beschriebenen Projekten und den Zielsetzungen, die damit verfolgt werden sollen. Eine Diskussion über den richtigen Weg ist sicher an jeder Stelle sinnvoll. Einmal für wichtig erachtete Bildungsziele sollten jedoch nicht kurzfristig immer wieder in Frage gestellt werden.
Angelika Vogt, Schulleiterin
Dezember 2007
Leitbild
Verantwortung übernehmen
Verantwortung ist die ethische Entscheidung und Bereitschaft eines Menschen, für sein Wollen und Handeln sowie für dessen Folgen einzustehen.“[1]
In diesem Sinne ist Verantwortungsübernahme also nur denkbar, wenn die dem Handeln zu Grunde liegenden Entscheidungen wertorientiert sind und frei sowie selbstbestimmt getroffen werden können. Wo aber sind diese Entscheidungs- und Gestaltungsfreiräume in unserer Welt? Ist nicht das Leben der Menschen immer mehr fremd bestimmt durch Medieneinflüsse und Gruppendruck, durch ökonomische und globale Zwänge? Wo sind die Handlungsspielräume im politischen oder auch nur im persönlichen Bereich?
Hans und Sophie Scholl, die Namensgeber unserer Schule, haben sich unter unvergleichlich schwereren Bedingungen für den Erhalt der Selbstbestimmung des Menschen eingesetzt. Sie haben Widerstand geleistet gegen die NS-Gewaltherrschaft, die keinen Raum ließ für geistige Freiheit und für eigenständiges, kritisches Urteilen. Sie haben gekämpft für Werte, die in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung heute festgeschrieben sind.
Im Sinne der Namensgeber sollen die Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sich nicht nur der Vorteile, sondern vor allem der Verantwortung als freie Menschen in einer demokratischen Gesellschaft innerhalb einer immer globaler werdenden Welt bewusst werden, damit sie verantwortlich handeln.
Bei der Gestaltung ihres eigenen Lebens sollen sie eigene Erfahrungen machen, eigenen Gefühlen und Werten Glauben schenken, Risikoangst, Konformismus, Passivität und Fatalismus überwinden.
Im Umgang mit der Natur und der Umwelt sollen sie sich für den ökologischen Erhalt unserer Erde engagieren.
Im sozialen und politischen Bereich sollen sie Zivilcourage zeigen und die Freiheit und Rechte anderer achten, sich für den Schutz von Minderheiten einsetzen, gegen Willkür und Ungerechtigkeit eintreten.
Um die Ideale und Werte, für die Hans und Sophie Scholl eintraten, für unsere Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen und sie auf ein Leben in einem zukunftsgerichteten vereinten Europa vorzubereiten, in dem sie sich als mündige Bürgerinnen und Bürger begreifen und in dem Gewaltherrschaft keinen Platz mehr hat, werden an unserer Schule neben dem Wissen über Europa besondere interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenzen vermittelt.
Diese Ziele werden durch folgende zentrale, miteinander verknüpfte Felder innerschulischer und außerunterrichtlicher Aktivitäten sowie Projekte verwirklicht:
- Sowohl im obligatorischen Unterricht der jeweiligen Fächer als auch in Projektkursen der gymnasialen Oberstufe (z.B. Projektkurs: Europäische Geschichte) werden wichtige europarelevante Inhalte vermittelt.
- Ferner wird mit dem bilingualen deutsch / englischen Bildungsgang, den Wahlmöglichkeiten der Sekundarstufe I und II sowie den erweiternden Vorbereitungskursen auf europäische Sprachprüfungen ein vielfältiges fremdsprachliches Angebot unterbreitet.
- In Auslandsfahrten (z.B. England, Österreich, Polen, Spanien, …), europäischen Exkursionen (Aachen: europäische Geschichte, Belgien, Paris), projektorientierten Partnerschaften (Educational Stay, Frinton, Großbritannien), in Austauschprogrammen (Chatellerault, Frankreich und Dunedin, Neuseeland), und im Auslandsbetriebspraktikum (Frankreich, Großbritannien) gewinnen unsere Schülerinnen und Schüler stets wachsende Erfahrungen in der vielschichtigen interkulturellen Begegnung mit Europa.
Schulvereinbarungen
Das Schulgesetz sowie die zugehörigen Verfügungen und Erlasse machen Aussagen über die Pflichten aller am Schulleben beteiligten Menschen. Um diese Pflichten für den schulischen Alltag bewusst zu machen, aber auch um sie zu konkretisieren und bezogen auf unsere Schule zu ergänzen, wurden Schulvereinbarungen erarbeitet. Sie sind das Ergebnis eines langen Diskussionsprozesses in einer Arbeitsgruppe aus Eltern, Schülern und Lehrern. In ihnen werden gemeinsame Ziele für ein gutes Zusammenleben und einen erfolgreichen Schulbesuch festgelegt.
Diese Vereinbarung wird im gemeinsamen Einvernehmen zwischen den Lehrern des geschwister-Scholl-Gymnasiums und den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen sowie deren Eltern getroffen. Auf der Grundlage dieser gemeinsamen Zielsetzung soll das Lehren und Lernen an unserer Schule in einer gedeihlichen, freundschaftlichen und von gegenseitigem Respekt bestimmten Atmosphäre möglich sein.
Durch die persönliche Unterschrift übernimmt jeder Einzelne Verantwortung für die Rahm kurz kommt, wird unsere Schule der Theaterarbeit auch weiterhin einen angemessenen Stellenwert einräumen.
Wettbewerbe
Die Aufforderung zur Teilnahme an Wettbewerben wird von Seiten verschiedenster Interessengruppen und Institutionen herangetragen. Häufig, aber leider nicht immer, basieren die dabei den Schülerinnen und Schülern abverlangten Leistungen auf fachspezifischen schulischen Fähigkeiten bezogen auf Inhalte und Methoden.
Das GeschwisterScholl-Gymnasium legt besonderen Wert darauf, die Teilnahme seiner Schülerinnen und Schüler dann zu unterstützen, wenn die Wettbewerbsziele Affinitäten aufweisen zu den Zielen seines Leitbildes Verantwortung übernehmen. Basierend auf dieser Grundidee können Wettbewerbe in besonderer Weise Funktionen übernehmen:
- Förderung von Leistungsbereitschaft, Eigenständigkeit und Kreativität
- Einübung neuer Arbeitsformen, insbesondere bezogen auf Gruppen- oder Einzelarbeit sowie auf fächerverbindendes Arbeiten
- Verbindung schulischer Aspekte mit denen der außerschulischen Welt
- Einfordern sozialer Kompetenzen
Neben den verschiedensten außerordentlichen Wettbewerben erfüllen diesbezüglich insbesondere die folgenden regelmäßigen Aktivitäten die genannten Anforderungen:
- Wettbewerb Moderne Fremdsprachen
- Vorlesewettbewerb des Börsenvorstandes des Deutschen Buchhandels
- Landes- und Bundeswettbewerb Philosophischer Essay
1 Std Ergänzung Englisch: Konversation
Die Ergänzungen im Fach Englisch bieten die Möglichkeit, die Entscheidung für oder gegen den Bilingualen Bildungsgang auf eine noch fundiertere Grundlage zu stellen.
Die Regelung der Aufhebung der Klassenverbände zur Bildung leistungshomogenerer Fördergruppen gilt für alle Ergänzungsstunden in den Fächern:
Klassen 6:
1 Std für die Klassenleitung: SOKO-Stunde
1 Std Ergänzung Englisch
Klassen 7:
1 Std für die Klassenleitung: SOKO-Stunde
1 Std Ergänzung Mathematik
Klassen 8:
1 Std für die Klassenleitung: SOKO-Stunde
1 Std Ergänzung Englisch
1 Std Ergänzung 2. Fremdsprache
Das Unterrichtsangebot in der gymnasialen Oberstufe gliedert sich in ein Kurssystem, das in der Jahrgangsstufe 11 aus 3-stündigen Grundkursen besteht.
In der Qualifikationsphase für das Abitur muss jeder Schüler 2 Leistungskurse (5-stündig) und 6-7 Grundkurse (3-stündig) belegen. Das Angebot ist in diesem Bereich von den zur Verfügung stehenden Lehrern und der Schwerpunktsetzung der einzelnen Schule abhängig.
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium bietet folgende Fächer in Grundkursen an: Deutsch, Englisch, Französisch, Kunst, Musik, Literatur, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Pädagogik, Philosophie, Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Informatik, Evang. Religion, Kath. Religion, Sport, Italienisch (in Kooperation mit dem Nikolaus-Ehlen-Gymnasium)
- Unterrichtsbesuche in den Grundschulen
- Gegenseitiger Besuch von Schulfesten, Feiern, Festakten usw.
- Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen der Grundschulen
- Gesprächskreis mit Grundschullehrerinnen und -lehrern:
- Lernschwierigkeiten
- Verhaltensauffälligkeiten
- Fördermaßnahmen
- Themenspezifische Prävention
- Die Schullaufbahn
- Die Berufs- und Studienorientierung.
Wir vermitteln im Unterricht Grundlagenwissen als Basis aller weiteren Bemühungen, eine allgemeine Bildung zu erreichen. Dieses gesicherte Wissen ist die Grundlage für die Fähigkeit zu abstrahierendem, analytischem und kritischem Denken, was wiederum zu Reflexions- und Urteilsfähigkeit führen soll.
Zu den grundlegenden Kompetenzen zählen sprachliche Ausdrucksfähigkeit, fremdsprachliche Kommunikationsfähigkeit, Umgang mit mathematischnaturwissenschaftlichen Systemen, Verfahren und Modellen, die nur durch nachhaltiges Lernen bleibend erworben werden können.
Zum Wesen einer modernen allgemeinen Bildung gehört das Denken und Arbeiten in übergreifenden Zusammenhängen und komplexen Strukturen. Wir unterrichten deshalb nicht nur fachbezogenen, sondern auch fachübergreifend und fächerverbindend.
In einer Welt, in der der Zuwachs an Erkenntnissen exponentiell ansteigt, muss Wissensvermittlung auch zwei weitere wesentliche Aspekte beinhalten: Durch den Zuwachs an Wissen muss jeder lebenslang weiterlernen. Dies bedingt, dass die Fähigkeit zum selbstständigen Erwerb von neuen Erkenntnissen im Unterricht vermittelt werden muss. Die Methodik der Aneignung und des Erkennens neuer Fakten und Zusammenhänge, das Lernen des Lernens ist Voraussetzung für diese Fähigkeit. Wir vermitteln exemplarisch diese Methoden im Unterricht und in dafür vorgesehenen Projekten.
Die Zunahme und die immer komplexer werdenden Inhalte der wissenschaftlichen Erkenntnisse machen es unumgänglich, dass kooperative Arbeitsformen und die dazugehörigen Methoden im Unterricht mit dem Ziel der Teamfähigkeit vermittelt werden.
Die rasante Entwicklung der Computertechnologie und die daraus resultierenden Folgen fordern von uns, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler auf den Einsatz dieser neuen Medien in ihrem weiteren Leben vorbereiten. Dazu gehört nicht nur die manuelle Beherrschung dieser Technik, sondern auch der kritische bzw. selbstkritische Umgang mit den neuen Medien.
Wir bemühen uns, die individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu erkennen, sie zu fördern, wo es nötig ist, sie zu fordern, wo sie vorhanden sind, und die notwendige Unterstützung dafür bereitzustellen.
- Einen 5-stündigen Leistungskurs Englisch (natürlich ist Englisch das 1. Abiturfach)
- Einen 3-stündigen Grundkurs in einem zuvor bilingual unterrichteten Sachfach (wahlweise 3. oder 4. Abiturfach)
- Alle anderen Fächer nach den für alle Schüler geltenden Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Gymnasiale Oberstufe.
- Den Schülerinnen und Schülern ein zutreffendes Selbstbild zu vermitteln, das heißt ihnen eigene Fähigkeiten und Stärken sowie Grenzen bewusst zu machen,
- die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, die Fähigkeiten und Stärken der Mitschülerinnen und -schüler wahrzunehmen und deren Individualität zu achten,
- die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von persönlichen Wert- und Zielvorstellungen zu begleiten
- die kooperativen und kommunikativen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu trainieren und konstruktive Konfliktlösungsstrategien einzuüben.
Nicht die Existenz von Konflikten ist das Problem, sondern die Art mit diesen Konflikten umzugehen, die oft nicht zu tragfähigen Lösungen führt.
Aufgabe der Streitschlichter ist es nicht, den Urheber eines Streits zu ermitteln, sondern beiden Parteien zu helfen, zukünftig ohne Streit miteinander auszukommen und zukünftige Konflikte gewaltfrei lösen zu können.
Die Streitschlichter sollen nicht herausfinden, wer in einem Konfliktfall richtig oder falsch gehandelt hat, weil das Fronten nur verhärtet, statt sie aufzuweichen.
Es ist auch nicht Aufgabe der Streitschlichter, ein Problem für die Beteiligten zu lösen. Sie sind dafür ausgebildet, die Konfliktparteien beim Finden von geeigneten Lösungen zu beraten und zu unterstützen.
Die Streitschlichter sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.
Sie können und sollen möglichst mit den Konfliktparteien Verträge aushandeln. Diese haben zwar keine juristische, aber erfahrungsgemäß eine nicht zu unterschätzende moralische und emotionale Wirkung.
Nutzung der Sachkompetenz von Fachleuten aus der Wirtschaft zur Einführung von Schülerinnen und Schülern in das Berufsleben. Insbesondere der intensive Austausch mit den Firmen, die den Wirtschaftsjunioren Niederberg angehören, schafft für beide Seiten eine Win-Win-Situation.
Die Mitarbeit von SuS bei der Planung und Gestaltung des engeren Schulumfeldes zeigt die Anwendbarkeit schulischen Wissens auf. Darüber hinaus können derartige Aktivitäten zum Engagement im gesellschaftlich-politischen Bereich motivieren und die Einbindung der Schule in den Stadtteil unterstützen. Zu nennen sind hier insbesondere das Stadtteilmanagement und der Bürgerverein Birth/Losenburg.
In Arbeitskreisen des Jugendamtes und des SKFM tauschen sich Kollegen unserer Schule aus über die Arbeit der Beratungslehrer und der Streitschlichter.
Regelmäßige Besuche mit SuS in der Stadtbücherei führen an die Nutzung des Buchbestandes heran und bereiten auf die Einbeziehung von Literatur in das schulische und außerschulische leben vor.
Die intensive Zusammenarbeit mit anderen Schulformen trägt dazu bei, Schülerlaufbahnen optimal zu gestalten und Übergangsprobleme zu vermeiden. Die Kooperation mit dem Nikolaus-Ehlen-Gymnasium erweitert die Wahlmöglichkeiten für Oberstufenschüler.
Teilnahme der ehemaligen Grundschullehrerinnen und -lehrer an der 1. Erprobungsstufenkonferenz der Klassen 5 und der 4. Konferenz der Klassen 6
Die gezielte gemeinsame Vorbereitung und Durchführung solcher Aktionstage und Schulfeste betonen und vertiefen Dimensionen und Formen des praxisbezogenen, des sozialen und produktiv-kreativen Lernens. Sie appellieren an alle Betroffenen, sich für ein umfassendes Gemeinschaftsprojekt zu engagieren, die über den normalen Schulalltag hinaus geschaffenen sachlichen und sozialen Freiräume zu nutzen, z.B. grundlegende Zielvorstellungen und Projektideen zu konkreten Aktionen und Festen einzubringen, ferner klassen-, kurs- und jahrgangsbezogene oder -übergreifende Aktivitäten zu entwickeln und kooperativ mit denen anderer Gruppen abzustimmen, die individuellen Interessen und Leistungsmöglichkeiten in den Dienst des Gruppenvorhabens zu stellen, persönliche Verantwortung zu übernehmen und in Teamarbeit das gewählte Projekt zu realisieren.
Aktionstage und Schulfeste spiegeln den Grad der sozialen Viel-schichtigkeit, Verbundenheit und Tradition der Schule wider. Sie dokumentieren eine Form der lebendigen Schulwirklichkeit, die Kreativität und Produktivität der konkreten Nutzung schulischer Freiräume zur Gemeinschaftsaktivität und -erfahrung und tragen so zugleich zum Schulbild in der Öffentlichkeit bei.
Theater
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium blickt auf eine lange Tradition der Theaterarbeit zurück und setzt diese in der Gegenwart fort. Theaterstücke werden geschrieben, kreativ umgestaltet, choreographiert, einstudiert und aufgeführt. Die Theater-AGs der Oberstufe sowie der Unter- und Mittelstufe wählen altersgemäße Theaterstücke, Musicaltheater oder Bühnenbearbeitungen von literarischen Texten aus und bringen diese auf die Bühne. Dazu kommen Theaterprojekte einzelner Klassen, die aus dem Literaturunterricht erwachsen oder als Projekt zur Förderung der Klassengemeinschaft entstanden sind. Auch der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 entscheidet sich ab und zu für die Erarbeitung von Theaterstücken oder unterstützt die Theater-AGs in den Bereichen Choreographie, Bühnenbild etc. Zu verschiedenen Anlässen wie Klassenfeiern, Schulfesten oder dem Schnuppernachmittag werden ebenfalls Spielszenen aufgeführt.
Über kulturelle Teilhabe und die aktive Gestaltung des kulturellen Lebens hinaus sind mit der Theaterarbeit vielfältige pädagogische Zielsetzungen verbunden. Die Schülerinnen und Schüler entdecken ihr kreatives und künstlerisches Potential. Sie lernen, ihren Körper und seine Ausdrucksmöglichkeiten in Sprache, Mimik und Gestik wahrzunehmen, sich ganzheitlich auszudrücken. Es gilt, sich in andere Personen und Figuren hineinzuversetzen und damit eigene Grenzen zu überschreiten. Die Identifikation, aber auch die kritische Auseinandersetzung mit bestimmten Charakteren ist Bestandteil der Erarbeitung einer Rolle. Hier werden Identitätsfindung und Persönlichkeitsbildung ermöglicht
Eine gelungene Theateraufführung setzt gelingende Gruppenprozesse voraus. Den anderen und seine Eigenart wahrzunehmen, sich auf ihn einzustellen und entsprechend zu reagieren, sind Fähigkeiten, die das Theaterspiel fördert. So gehen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung Hand in Hand….
——————-
Hier noch die vollständige Version bei Frau Vogt anfragen (unvollständig)