Hier finden Sie tagesaktuell alle neue Informationen zum Thema: Umgang mit dem Coronavirus.

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler!

Wir alle erleben im Moment eine schwierige Zeit. Die Sorge um die Gesundheit und die Zukunft prägen das Denken und das Handeln. Daher müssen alle Entscheidungen sorgfältig abgewogen werden, um trotz unklarer Lage die richtigen Wege zu finden. Außerdem ändern sich viele Dinge sehr schnell, sodass es schwerfällt, langfristig zu planen. Deshalb brauchten unsere Entscheidungen zu Unterricht, Klausuren und anderen Leistungsnachweisen Zeit zum Abwägen und rechtliche Absi-cherung „von oben“.
Die folgenden Entscheidungen beruhen auf der aktuellen Erlass- und Verordnungslage, bezogen auf die speziellen Gegebenheiten des GSG, die sich aus der „Verordnung zur befristeten Veränderung von Ausbildung und Prüfungsordnungen“ und deren zahlreichen Präzisierungen ergibt.

I. Für die Oberstufe am GSG bedeutet das im Einzelnen:

  • Die Q1 ist bereits in der Qualifikationsphase, die Notenpunkte zählen für das Abitur. Sie erhält deshalb verstärkt Präsenzunterricht. Im Vordergrund steht dabei die Vermittlung von notwendigem Wissen für das Abitur.
  • Alle Schülerinnen und Schüler der EF gehen laut Verordnung des Landes NRW am Ende dieses Schuljahres in die Q1, unabhängig von den erteilten Noten. Es gibt also kein „Sitzenbleiben“ in der EF. Daher wird die EF – wie die anderen Jahrgangsstufen – nur teilweise wieder Präsenzunterricht erhalten.
  • Es gibt für die EF und die Q1 die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung. Über die genauen Umstände beraten die Stufenleitungen Sie und euch gern.
  • In vielen Fächern sind in diesem Halbjahr keine Klausuren geschrieben worden, die Schulschlie-ßungen haben uns in der ersten Hälfte der Klausurphase betroffen. Wir sind jedoch verpflichtet, in der Q1 möglichst in allen Fächern im zweiten Halbjahr wenigstens eine Klausur zu schreiben (inklusive Nachschreiben). Alle noch fehlenden Klausuren nachzuholen bedeutet, dass wir wegen der Einschränkungen durch die Hygienevorschriften bei uns am GSG einen Spagat zwischen dem an-gepeilten Präsenzunterricht und den nötigen Klausuren schaffen müssen. Wir hätten uns auch lie-ber dem Ziel gewidmet, Wissen zu vermitteln statt es abzuprüfen. Anders als für den Abiturjahr-gang war in der Q1 und EF lange nicht klar, wann und wie es weitergehen würde, sodass sicherlich die wenigsten Schülerinnen und Schüler mit Klausuren gerechnet haben. Um die Unterrichtszeiten nicht weiter zu reduzieren und aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Klausuren an unterrichtsfreien Tagen und im Nachmittagsbereich (6. und 7. Stunde) stattfinden.

II. Konsequenzen:

  • In allen Fächern, in denen eine Klausur (oder Facharbeit) geschrieben worden ist, macht diese den „schriftlichen Teil“ der Note für das 2. Halbjahr aus. Die „Sonstige Mitarbeit“ ergibt sich aus den Leistungen im Unterricht vor der Schulschließung sowie aus dem derzeitigen Präsenzunterricht. Geeignete Beiträge aus dem Distanzlernen können positiv bei der „Sonstigen Mitarbeit“ ins Gewicht fallen. Kurse, die mündlich belegt sind, werden entsprechend nur aus der „Sonstigen Mitarbeit“ heraus bewertet, auch hier ggf. mit positiven Beiträgen aus dem Distanzlernen.
  • Klausuren, die noch geschrieben werden, haben als Grundlage das, was im Präsenzunterricht erarbeitet, besprochen oder wiederholt worden ist. Dabei können Elemente aus der Zeit vor der Schulschließung genauso vorkommen wie das, was seitdem in der Schule unterrichtet oder wiederholt worden ist. Elemente, die ausschließlich im Distanzlernen vorgekommen sind, sind nicht vor-gesehen. Genaueres wird mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern geklärt.
  • Es gibt eine Sonderregelung für die Kurse, die schriftlich belegt sind und in denen die Klausur nicht geschrieben werden kann. Diesen Kursen fehlt der „schriftliche“ Teil, sodass sie in diesem Halbjahr gar nicht gewertet werden können. Dann wird die Note vom ersten Halbjahr für das zweite „gedoppelt“, man bekommt also für das zweite Halbjahr die gleiche Note wie für das erste. Die Note im Bereich „Sonstige Mitarbeit“ in diesem Halbjahr kann nicht berücksichtigt werden, weil sie in einem schriftlichen Kurs nicht die ganze Note ausmachen kann.
    Diese Sonderregelung ist für die EF nicht wirklich problematisch, da die Noten hier nicht für das Abitur zählen. In der Q1 dagegen kann sie nur in wirklichen Ausnahmefällen angewendet werden. Daher muss in der Q1 möglichst in allen Fächern, die im 2. Halbjahr noch keine Klausur geschrieben haben, noch eine Klausur angesetzt werden.

In der EF können wir, bis auf Latein, darauf verzichten und in den Fällen, wo es gar keine Klausur in diesem Halbjahr gab, die Note des ersten Halbjahres auch für das zweite setzen. Damit das Latinum ordentlich vergeben werden kann, werden wir hier ausnahmsweise noch eine Klausur anset-zen, um beide Teile der Bewertung, den schriftlichen und den mündlichen, als Grundlage zu haben.

III. Für einige besondere Fälle hat das Land NRW spezielle Regelungen getroffen:

  • Bei Defiziten in der Q1, die „gedoppelt“ werden, steht den Betroffenen die Möglichkeit einer Nachprüfung zu. Auch wenn diese noch nicht genauer geregelt worden ist, ist anzunehmen, dass es wie bei den Nachprüfungen in anderen Jahrgangsstufen zugehen wird: Am Ende der Sommerferien werden Termine für die Nachprüfung stehen, in schriftlichen Fächern mit Klausur und mündlichem Teil, in mündlichen Fächern nur mit einer mündlichen Prüfung. Auch Prüfungen in mehreren Fächern sind möglich. Wir beraten dazu gern und ausführlich.
  • Nachprüfungen stehen auch denjenigen offen, die am Ende der EF den Mittleren Schulabschluss brauchen oder am Ende der Q1 die Bescheinigung der Fachhochschulreife.

Es ist selbstverständlich, dass wir an allen Stellen, wo es möglich ist, den pädagogischen Spielraum zum Wohl der Schülerinnen und Schüler nutzen werden.

Gabriele Commandeur                                                Kai Bülte
Schulleiterin                                                                  Oberstufenkoordinator