Schülerinnen und Schüler stellen außergewöhnliche Projekte vor und begeistern das Publikum
Jedes Jahr sorgen die Präsentationen aus dem Drehtürmodell-Projekt für Staunen. Auch diesmal zeigte sich, wie viel Kreativität, Fachwissen und Ausdauer in den selbst gewählten Arbeiten der Schülerinnen und Schüler steckt. Ausgangspunkt ist oft eine persönliche Frage oder ein starkes Interesse, aus dem über Monate hinweg ein eigenes Projekt entsteht.
Über ein halbes Jahr hinweg wurden sie dabei von Herrn Grimm unterstützt und begleitet, der bei der Planung, Umsetzung und Reflexion der Projekte beratend zur Seite stand.
Durch die Drehtürprojekt-Präsentation führte Oberstufenschüler Charlie V. Mit Humor, Sicherheit und gelungenen Überleitungen verband er die einzelnen Beiträge miteinander und sorgte für einen roten Faden durch den Abend.
Die Bandbreite der vorgestellten Arbeiten war beeindruckend. Vorgestellt wurden unter anderem die Lern-KI „Teach-U“ als digitaler Lernpartner, ein 3-D-Druckprojekt, die Modellierung eines Sicherheitsraums, ein selbst geschriebener Comic, ein Handbuch zum nachhaltigen Handeln sowie eine fantasievolle Bücherwelt. Diese Vielfalt entsteht, weil die Teilnehmenden selbst entscheiden, woran sie arbeiten. Die Eigenständigkeit motiviert sichtbar und erleichtert es, versäumten Unterrichtsstoff selbstständig nachzuholen.
Besonders anschaulich präsentierte Felix sein Projekt rund um Achterbahnen. Er gab Einblicke in die Geschichte, erklärte Bauweisen und zeigte selbst gebaute Modelle. Nahezu jede große Achterbahn ist er bereits gefahren. Die Präsentation markiert für ihn keinen Abschluss, sondern einen weiteren Schritt. Der Wunsch, später einmal Achterbahnen zu entwickeln, liegt nahe.
Marla berichtete offen davon, wie sehr sie den Aufwand für das Schreiben eines Buches unterschätzt hatte. Ihr Werk „Der magische Wald“ ist noch in Arbeit, soll aber nach Fertigstellung in der schuleigenen „Bücherbar“ stehen. Tief berührend war auch der Gedichtband „Wenn Schweigen zu laut wird“ mit deutsch- und englischsprachigen Texten, die durch ihre literarische Tiefe und Ernsthaftigkeit überzeugten.
Großes Interesse weckte zudem das selbst entwickelte Brettspiel „mugen clash“. Mit durchdachtem Spielkonzept und Videoanleitung zeigt es das Potenzial für eine größere Öffentlichkeit. Musikalisch überzeugten die Neuntklässlerinnen Lilly und Rosalie mit ihrer eigenen Komposition „The journey of the leaf“, vorgetragen am Flügel und mit Querflöte.
Einen weiteren Einblick in individuelles Engagement gab Johanna. Sie schilderte ihren Weg vom ersten Schlag auf der Minigolfbahn bis hin zum Leistungssport. Inzwischen sammelt sie Medaillen und gehört dem erfolgreichen Nationalkader an. Ihr Beispiel zeigt, wie aus einer Freizeitbeschäftigung durch Zielstrebigkeit und Training sportlicher Erfolg werden kann.
Anerkennung für besondere Leistungen
Das Drehtürmodell-Projekt ist ein zentraler Baustein der individuellen Förderung an der Schule. Persönliche Talente und Interessen werden gezielt unterstützt. Einsatzbereitschaft, Eigenständigkeit und Beharrlichkeit zahlen sich aus und werden mit Anerkennung belohnt. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei, dass ihre Arbeit Bedeutung hat und andere begeistert.
Das zahlreiche Publikum aus Familien, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrkräften zeigte sich entsprechend beeindruckt. Die vorgestellten Projekte machten deutlich, welches Potenzial freigesetzt wird, wenn Schülerinnen und Schülern Raum für eigene Ideen und verlässliche Unterstützung gegeben wird.

