Einweihung unserer Europaschulecke


Unsere in diesen Tagen fertig gestellte Europaecke im Foyer des C-Gebäudes findet von Beginn an großen Zuspruch bei den Schüler*innen. Sie ist mehr als nur eine gemütliche Sitzecke. Das beeindruckende, blaue Europa-Graffiti, das von Ben Vöth und Maximilian Hinze aus der Q2 gestaltet wurde, und die davor platzierten gelben Sitzhocker verweisen auf die europäische Ausrichtung des GSG als Europaschule. Eine Info-Wand und einige Plakate stellen Aktionen und Projekte unserer Schule vor, die die hohe Bedeutung des europäischen Gedankens für ein gelingendes und bereicherndes Zusammenleben in Europa zum Ausdruck bringen.

Am Dienstag, dem 29. September, wurde unsere Europaecke offiziell eingeweiht. An der Feier nahmen neben den Schüler*innen aus der Q2 – den beiden Graffiti-Künstlern und zwei Vertreter*innen des letztjährigen Projektkurses Europa – auch Frau Vondung und Frau Voss aus der Europagruppe teil, auf deren Initiative hin die Europaecke entwickelt und gestaltet worden ist. Anwesend waren außerdem unsere Schulpflegschaftsvorsitzenden und weitere Vertreter*innen aus der Elternschaft sowie aus dem Förderverein. Unserem Förderverein gilt ein herzliches Dankeschön für die großzügige Finanzierung der Europaecke!

Mit der Einweihung unserer Europaecke genau zum jetzigen Zeitpunkt, wo viele europäische Kontakte und Austauschprojekte coronabedingt eingeschränkt seien, setze das GSG als Europaschule ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit des europäischen Miteinanders, betonte Frau Commandeur in ihrer Ansprache.
Das GSG freut sich sehr über die Europaecke als weiteren außergewöhnlichen Lernort, den möglichst viele Schüler*innen zum Verweilen und zum Arbeiten nutzen mögen!
Auch die örtliche Presse war vor Ort und zeigte sich beeindruckt von unserer Europaecke, wie man dem Artikel aus der WAZ vom 01.10.20 entnehmen kann: Artikel WAZ Europaschulecke

GSG-Schüler sind Preisträger beim Europäischen Wettbewerb

Der Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass sich Schüler*innen in Deutschland intensiv mit dem Thema Europa auseinandersetzen. Unter dem diesjährigen Motto „EUnited – Europa verbindet“ boten die Aufgabenstellungen dafür vielfältige Anregungen. Die Europäische Kommission und das EU-Parlament stehen vor großen Herausforderungen, wie zum Beispiel wachsendem Nationalismus, dem Brexit und dem Klimawandel. In den verschiedenen Modulen haben die Schüler*innen mit ihren Arbeiten erkundet, was uns gesellschaftlich und politisch verbindet: Frieden auf dem europäischen Kontinent, Wertschätzung für Vielfalt und die Zukunft unseres Planeten. Ca. 2.000 Arbeiten wurden in NRW zu den verschiedenen Themenmodulen abgegeben.
Die Schüler*innen des Projektkurses Europa der Q1 haben tolle Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Niklas Lyra und Lorenz Graßl haben mit ihrer Arbeit im Modul „Streitkultur“ den dritten Preis auf Landesebene erreicht. Bezugnehmend auf ein Zitat aus der Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten 2018 („Wir müssen wieder lernen zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen, unsere Unterschiede auszuhalten“) war es die Aufgabe der Schüler*innen, deutlich zu machen, warum eine respektvolle Streitkultur in Europa, auch in den sozialen Medien, wichtiger ist denn je.
Niklas und Lorenz entwickelten zu diesem Thema ein interessantes Erklärvideo.
Auch Svea Gricar und Jana Tüller erreichten mit ihrer Arbeit im Modul „Körperkult(ur)“ den dritten Preis auf Landesebene. Sie erstellten eine Fotocollage zu diesem Thema, mit der sie den alltäglichen Schönheitskult in europäischen Ländern und seine gesellschaftlichen Auswirkungen sichtbar machten.
Wir gratulieren den Preisträger*innen zu ihrem tollen Erfolg!

The Big Challenge


Auch in diesem Jahr haben wieder zahlreiche Schüler*innen der Jahrgänge 5 bis 8 am Englisch-Wettbewerb „The Big Challenge“ teilgenommen. Wegen der aktuellen Situation mussten wir ein wenig umplanen, sodass die Teilnahme in diesem Jahr erstmals online von Zuhause stattfand. An zwei ausgewählten Tagen im Mai führten die Klassen den Wettbewerb durch und zeigten ihre Kenntnisse in Grammatik, Hörverstehensaufgaben oder Allgemeinwissen über englischsprachige Länder.
Die Durchführung klappte ohne Schwierigkeiten und wir freuen uns, dass den Klassen an ihrem jeweils letzten Schultag zahlreiche Urkunden und Preise verteilt werden konnten.
Auch wenn eine Ehrung in diesem Jahr nicht wie gewohnt am letzten Schultag im Beisein aller Mitschüler*innen stattfinden konnte, gratulieren wir allen Teilnehmer*innen noch einmal ganz herzlich zu tollen Ergebnissen! Da wir nicht alle Schüler*innen, die am Big Challenge-Wettbewerb teilgenommen haben, gemeinsam fotografieren konnten, halten stellvertretend für alle Schüler*innen Lina Hadir (5a) und Romina Richardt (5b) ihre Urkunden und Preise in die Kamera.

Anisa Akbaba gewinnt den 1. Vorlesewettbewerb Englisch des Netzwerks Bergisch – Rheinische Europaschulen

Am Freitag, dem 7.2.2020, fand an der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule in Langenfeld das Finale des 1. Vorlesewettbewerbs Englisch der Jahrgangsstufen 7 statt. Anisa hatte sich am GSG als Schulsiegerin für das Finale qualifiziert, in dem dann die Schulsieger*innen von sechs verschiedenen Europaschulen aus der Region aufeinandertrafen. Alle Finalisten durften eine Freundin oder einen Freund als Unterstützung zum Finale mitbringen, Anisa hatte ihre Freundin Jessica ausgewählt.
Die Jury bestand aus zwei Englisch-Lehrerinnen des Netzwerkes und ausgewählten Schüler*innen der beiden Berufskollegs. In der Endrunde lasen die Finalisten zuerst eine bekannte Passage aus einer Schullektüre vor sowie eine unbekannte Textstelle aus der englischen Ausgabe von Harry Potter. Die Anwesenden waren sich über die sehr hohe Qualität der Beiträge einig und die Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus den sechs Kandidat*innen eine Reihenfolge zu erstellen. Wir freuen uns sehr, Anisa zum ersten Platz gratulieren zu können! Dafür erhielt sie einen Büchergutschein im Wert von 25 €.

Zum Netzwerk Bergisch-Rheinische Europaschulen gehören folgende zertifizierte Europaschulen: Berufskolleg Barmen, Berufskolleg Hilden, Bettine-von Arnim-Gesamtschule Langenfeld/Hilden, Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal, Gymnasium am Kothen Wuppertal, Gymnasium Schwertstraße Solingen, Geschwister-Scholl-Gymnasium Velbert, Städtisches Gymnasium Haan.

Die im Netzwerk Bergisch-Rheinische-Europaschulen engagierten Lehrer*innen waren sich mit den Finalisten und der Jury einig, dass dieser Wettbewerb ein voller Erfolg war und in den kommenden Schuljahren regelmäßig wiederholt und vielleicht auch auf andere Sprachen, wie z.B. Französisch, erweitert werden soll.

Teilnahme an einer parlamentarischen Konferenz des Europarats

Im Rahmen des Europa-Projektkurses habe ich, Luise Ahrens, im vergangenen Schuljahr an einem Aufsatzwettbewerb des Auswärtigen Amtes teilgenommen. Dieser Wettbewerb wurde von dem Europarat unterstützt und somit stand auch das Thema Europa, beziehungsweise der Europäer der Zukunft, im Vordergrund.
Ich nahm also, wie bereits erwähnt, an dem Wettbewerb teil und erreichte auf nationaler Ebene den zweiten Platz. Aufgrund dessen wurde ich vom Auswärtigen Amt nach Berlin eingeladen, um dort an einer Parlamentarischen Konferenz des Europarates teilzunehmen.
Am Sonntag, dem 13. Oktober, machte ich mich voller Aufregung und Vorfreude auf den Weg in die Hauptstadt Am Montagmorgen folgte ich anschließend der Einladung in den Bundestag und verbrachte dort den ganzen Tag. Die Konferenz, welche unter der Frage „Strategien gegen Hate Speech – wo sind wir, welche Ziele haben wir?“ stand, war in drei Sessions unterteilt. Darunter waren Politisches Framing, konstruktiver Journalismus und Counterspeech. Zu jedem Themenbereich waren verschiedene Gastredner geladen, darunter der Präsident des Deutschen Bundestages Dr. Wolfang Schäuble, die Familienministerin Dr. Franziska Giffey und die Sprachwissenschaftlerin der University of California, Elisabeth Wehling.

Ich habe wirklich sehr viel für mich mitnehmen können und an Wissen und vor allem an Erfahrungen dazugelernt. Es war eine unglaubliche Reise und ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, mit der ich niemals gerechnet hätte.

Interkulturelle Theaterbegegnung

Sieben Tage, drei Nationalitäten, eine Menge Jugendliche, ein gemeinsames Projekt

Dass es sich manchmal lohnt, anfängliche Zweifel zu überwinden, durfte ich, Emilia Lagos, in der letzten Woche vor den Sommerferien am eigenen Leib erfahren. Eine Woche mit Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich und der Ukraine in einer Jugendherberge in Berlin zu wohnen und ein Theaterstück auf die Beine zu stellen, klang für mich nach einer echten Herausforderung, aber auch nach einer Chance, die zu ergreifen sich lohnen könnte. Trotzdem zweifelte ich zuerst. Ich hatte schon einmal an einer solchen Aktion des Deutsch-Französischen Jugendwerks teilgenommen, die mich nicht sonderlich überzeugen konnte. Dass ich mich trotzdem wie im Vorjahr anmeldete, bereue ich im Nachhinein keinesfalls und ich kann interessierten Schüler*innen auch nur weiterempfehlen, solche Angebote anzunehmen.
Die Grundidee des Projekts war es, Jugendlichen aus verschiedenen Ländern die Möglichkeit zu bieten, Bekanntschaften zu knüpfen und im Teamwork am Ende der Woche ein Theaterstück zu präsentieren. Über ein Jahre verteilt sollten die jeweils einwöchigen Treffen im Wechsel in einem der drei Länder stattfinden. Deutschland machte in Berlin im Sommer 2019 den Anfang.
Als die Gruppe aus schätzungsweise zwanzig Jugendlichen und sechs Betreuern, an der am Rande Berlins an einem See liegenden Jugendherberge das erste Mal aufeinandertraf, musste ich feststellen, dass sich die meistens bereits kannten und größtenteils bereits echte Theatererfahrung besaßen. Die ukrainischen und die französischen Teilnehmer*innen hatten auf der gemeinsamen Reise nach Deutschland schon die Möglichkeit gehabt, sich kennen zu lernen, und die Jugendlichen aus Deutschland schienen nicht nur alle aus Berlin zu kommen, sondern spielten dort auch beinahe alle im selben Jugendtheater. Auf mich traf weder das eine noch das andere zu. Ich hatte – abgesehen von Schulaufführungen – keine Theatererfahrung vorzuweisen und kannte nicht eine Person aus der Gruppe. Meine Sorgen erwiesen sich jedoch nach wenigen Augenblicken als unbegründet. Ich spürte sofort eine Offenheit und Gruppendynamik, die ich so noch nie erlebt hatte, die mich bis heute fasziniert und die sich zum Glück bis zum Ende der Woche hielt. Auch die eigentliche Sprachbarriere war, obwohl mehrere der Teilnehmer*innen nur eine der drei Sprachen und auch nicht alle Englisch beherrschten, dank der Betreuer*innen und der Mitteilnehmer*innen, von denen im Zweifelsfall immer jemand zum Dolmetschen zur Stelle war, kein Hindernis.
Das abwechslungsreiche Programm ermöglichte es mir, in dieser einen Woche nicht nur neue Freundschaften zu knüpfen, Theatererfahrung zu sammeln, unglaublich talentierte Menschen zu treffen und eine Menge Spaß zu haben, sondern auch Berlin kennen zu lernen. Insgesamt waren die Woche und die Vorführung, trotz schmalem Publikum, ein voller Erfolg!

EUROPA MACHT SCHULE zu Besuch am GSG

Das Programm „Europa macht Schule“, gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, lädt regelmäßig europäische Gaststudierende zu Projekten mit deutschen Schulklassen ein, um den sozialen und kulturellen Austausch zwischen Europäern zu fördern. In diesen Projekten können die Studierenden ihr Heimatland auf kreative Art und Weise vorstellen.

Im Rahmen dieses Programms hat das GSG spannenden Besuch aus Italien erhalten. Zwei italienische Gaststudentinnen, Martina und Arianna, haben in der Klasse 7c sowie im Projektkurs Europa in der Q1 Besonderheiten ihres Heimatlands vorgestellt.
Martina hatte für die 7c eine Reise durch Italien gestaltet. Es ging um Themen wie Karneval in Italien, verschiedene Regionen, italienisches Essen und natürlich auch die italienische Sprache. Die Schüler haben die besonderen Unterrichtsstunden sehr genossen:

„Das Projekt hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir haben viel über die italienische Kultur gelernt und konnten auch viele Fragen stellen und mitmachen. Ich würde gerne noch einmal so ein Projekt machen.“ Lisa 7c

„… In der zweiten Stunde haben wir gelernt, wie man sich auf Italienisch vorstellt. Danach haben wir typisch italienische Gerichte kennengelernt und typische italienische Snacks probiert.“ Lilly 7c

„Wir haben auch über den Karneval in Italien gesprochen, der sehr lustig ist. Insgesamt war es schön, jemanden aus einem anderen Land im Unterricht zu haben.“ Jule 7c

„Mich hat überrascht, wie man in Italien Karneval feiert, da würde ich auch gerne mal selber Karneval feiern. Ich finde es auch gut, dass ich nun ein bisschen italienisch sprechen kann. Martina war sehr freundlich und hat alles gut präsentiert.“ Mila 7c


Im Projektkurs Europa in der Q1 setzten sich Arianna und die deutschen Schüler u.a. mit italienischen und deutschen Stereotypen und den Unterschieden zwischen Nord- und Süditalien auseinander:

„Es war sehr interessant mit Ariana über die verschiedenen Stereotype von Deutschen und Italienern zu sprechen und zu schauen, welche wirklich zutreffen. Außerdem hat sie uns einige Gesten beigebracht, die Italiener häufig benutzen, was sehr viel Spaß gemacht hat.“ Sara und Alina Q1

„Wir fanden den Besuch der italienischen Studentin Arianna sehr interessant. Es war zum Teil sehr überraschend als auch belustigend wie zutreffend einige Klischees sind, während sich andere als falsch erwiesen haben. Die Gespräche und der Austausch mit Ariana über die verschiedenen Kulturen hat uns allen noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig und interessant es ist, sich mit Menschen aus anderen Länder und Kulturen auseinander zu setzen.“ Franka und Luise Q1

Das Projekt war für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung und wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder mit verschiedenen Klassen daran teilnehmen zu können.

Besuch des PolenMobil – Cześć! – Hallo!

Was haben Lukas Podolski, Dagi Bee und Marie Curie gemeinsam? Sie alle kommen gebürtig aus Polen. Diese und viele andere spannende Entdeckungen machten die Klassen 7 am 9.5., dem Europatag. Zu Besuch war das PolenMobil, dessen Team ausgestattet war mit einer riesigen Landkarte Mitteleuropas und einem Reisekoffer voller typisch polnischer Souvenirs, um den Schülerinnen und Schülern unser Nachbarland näher zu bringen.

Die Schüler erfuhren etwas über die bewegte Geschichte Polens, die Geographie und lernten Land und Leute, sowie die polnische Kultur kennen. Auch die polnische Sprache wurde den Jugendlichen auf spielerische Weise nähergebracht. Viele Schülerinnen und Schüler an unserer Schule haben von zu Hause aus einen polnischen Hintergrund. Gerade für sie war es spannend, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern beim Polnisch-Lernen zu helfen.
Das interaktive Projekt des Deutsch Polen-Instituts und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit hat den Klassen sehr viel Spaß bereitet und hat sie neugierig gemacht auf unser Nachbarland.
Ein paar Schülerstimmen zum Projekt PolenMobil:

„Ich fand das PolenMobil gut und interessant, weil ich mehrere polnische Wörter gelernt habe. Ich habe bemerkt, dass viele Berühmtheiten aus Polen kommen.“ (Justus, 7b)

„Ich fand das PolenMobil interessant, weil wir etwas über die Kultur und die Sehenswürdigkeiten gelernt haben. Ebenfalls fand ich es gut, weil wir ein paar polnische Wörter gelernt haben und die Aussprache gelernt haben. Außerdem mag ich Sprachen, deshalb war das PolenMobil gut.“ (Michelle, 7b)

„Ich fand das PolenMobil gut, weil ich ein bisschen polnisch gelernt habe und etwas über Polen erfahren habe. Meine Muttersprache ist kroatisch, also konnte ich es etwas besser verstehen, denn beides sind slawische Sprache.“ (Luka, 7b)

Mädchen für Politik und Europa begeistern: Vivien Rzytki vom GSG nimmt am Girls‘ Day im EU-Parlament teil

Anlass des 19. Girls’ Days luden Petra Kammerevert, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlaments, und vier weitere Europaabgeordnete der NRW SPD auch dieses Jahr wieder junge Frauen aus ihren Betreuungsgebieten nach Brüssel ein.
„Politik ist immer noch überwiegend eine Männer-Domäne. Die erst kürzlich geführte öffentliche Debatte über den Frauenanteil im Deutschen Bundestag hat dies wieder einmal sehr deutlich gemacht“, so Petra Kammerevert. „Ich verstehe es daher als eine wichtige Aufgabe, junge Frauen für Politik, aber auch für Europa, zu begeistern. Durch den Besuch der Mädchen aus meinem Betreuungsgebiet kann ich zumindest im kleinen Rahmen dazu beitragen, dass sich mehr Mädchen für Politik interessieren und eine politische Karriere anstreben.“
Die 16-jährige Schülerin Vivien Rzytki aus Velbert und die beiden 17-jährigen Schülerinnen Amelie Müller und Lorena Leonie Partridge aus Wuppertal durften über drei Tage hinweg die Arbeit der SPD-Europaabgeordneten begleiten und konnten so einen Eindruck vom Alltag einer Politikerin gewinnen.

„Es war wirklich beeindruckend, zu sehen, wie Abgeordnete verschiedener Nationen auf unterschiedlichen Sprachen und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen im EU-Parlament zusammenarbeiten und sich auf gemeinsame Positionen verständigen“, kommentiert Vivien Rzytki ihren Besuch. „Meine Überzeugung von einem vereinten Europa ist durch diese Brüssel-Reise noch mehr gewachsen.“

„Zwar wurde das politische System der EU bei uns im Schulunterricht thematisiert. Doch erst die Exkursion nach Brüssel hat mir wirklich klargemacht, welche Bedeutung die EU in unserem Alltag hat“, fügt Lorena Leonie Partridge hinzu.
Auch dieses Jahr wurden die Mädchen bei ihrem Aufenthalt durch das Heinz-Kühn-Bildungswerk begleitet. Gestartet wurde am Mittwoch mit einem Workshop über Gleichstellungsthemen, worauf ein gemeinsames Abendessen mit den Europaabgeordneten der NRW SPD folgte. Am Donnerstag besuchten die jungen Frauen das EU-Parlament, wo sie die Abgeordneten in Gesprächsrunden besser kennenlernen und den Plenarsaal aus nächster Nähe betrachten konnten. Bevor es Freitag zurück nach Hause ging, statteten die Mädchen der Landesvertretung NRW zu einem weiteren Workshop sowie dem Haus der Europäischen Geschichte einen Besuch ab.
Amelie Müller, die bei den Europawahlen am 26. Mai zum ersten Mal ihre Stimme abgeben darf, freut sich: „Durch die Teilnahme am Girls‘ Day im EU-Parlament bin ich um viele neue Erfahrungen reicher, die ich für mein ehrenamtliches Engagement bei den Jungen Europäischen Föderalisten nutzen kann.“ Kritisch sieht sie hingegen den niedrigen Frauenanteil im Parlament: „Daran muss sich in Zukunft dringend etwas ändern.“

Der jährlich bundesweit stattfindende Aktionstag „Girls‘ Day – Mädchen Zukunftstage“ soll jungen Frauen die Möglichkeit bieten in frauenuntypische Berufe reinzuschnuppern. Hierzu öffnen Unternehmen, Betriebe und Institutionen ihre Türen für Schülerinnen, so dass diese Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik treffen und sich so für ihre eigene berufliche Zukunft orientieren können. Seit dem Start der Aktion 2001 haben etwa 1,7 Millionen Mädchen teilgenommen.

YOUrope – es geht um dich!“ – GSG Schüler sind Preisträger beim Europäischen Wettbewerb

Der 66. Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass sich Schülerinnen und Schüler in Deutschland aktiv für die Zukunft Europas einsetzen. Unter dem Motto „YOUrope – es geht um dich!“ boten die Aufgabenstellungen dafür vielfältige Anregungen und ermutigen Jugendliche aller Altersgruppen, sich einzumischen: Wofür setzt du dich ein? Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist? Ca. 1200 Arbeiten wurden in NRW zu den verschiedenen Modulen eingereicht.
Die Schüler des Projektkurs Europa haben tolle Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Zum Thema „Aufkreuzen! Ankreuzen!“ erstellten Jeroen Haack und Filip Avdic eine Kampagne im Stile eines Erklärvideos. Zum Thema „Street Art – Vandalismus, Protest oder Kunst?“ gestalteten Eva Balsam und Niko Avdic mit Luftballons eine Fotoreihe zum Thema Brexit. Die Fotos entstanden an vielen verschiedenen Orten in Velbert. Hier finden sich einige Ausschnitte aus der Geschichte, die die Hoffnung ausdrückt, dass das Vereinigte Königreich doch in der EU bleibt:

Franka Schemken und Luise Ahrens entschieden sich, mit einfachen Post-its zum Thema Europa und Gegen Rassismus Stellung zu beziehen und dies in Fotos festzuhalten. Für ihre Arbeit wurden sie mit einem Preis auf Landesebene ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 5. Juli im Ministerium in Düsseldorf statt. Herzlichen Glückwunsch!

Projektkurs Europa zu Besuch im Europäischen Parlament in Brüssel

Der Projektkurs Europa der Q1 hat für drei Tage eine Studienfahrt nach Brüssel unternommen. Schwerpunkt der Fahrt war der Besuch des EU-Parlaments. Dazu gehörte eine ausführliche Führung durch das Parlament mit Fraktionsräumen und dem Plenarsaal sowie ein Gespräch mit der Abgeordneten des Kreises Mettmann, Frau Kammerevert, die sich für die Gruppe intensiv Zeit nahm, um mit den Schülerinnen und Schülern über die EU im allgemeinen und die aktuelle politische Situation zu sprechen. Weitere Programmpunkte waren der Besuch des Parlamentariums, des Hauses der europäischen Geschichte sowie eine Stadtführung durch das historische Brüssel kombiniert mit einer Tour zu den Comic–Wänden.