Arbeiten im Ausland – das Auslandsbetriebspraktikum in der EF

Zunehmend nutzen Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (EF) die interessante Möglichkeit, ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum im Ausland zu absolvieren. Als Europaschule und im Hinblick auf eine immer enger zusammenwachsende Welt wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke in die internationale Arbeitswelt ermöglichen.

Die Schule kann jedes Jahr einige Praktikumsplätze anbieten (z.B. in einem Kindergarten in England, in Frankreich und Griechenland in der Verwaltung). Zudem ist es auch möglich, selbstständig Praktikumsplätze im Ausland mit Hilfe von privaten Kontakten zu finden. Mithilfe von Förderung durch die Klaus-Höchstetter-Stiftung können alle Schülerinnen und Schüler finanziell bei ihrem Auslandspraktikum unterstützt werden.
Während dieser Praktika können die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre fremdsprachlichen Kompetenzen anwenden und erweitern, sondern auch ihr Selbstbewusstsein sowie ihre interkulturellen Kenntnisse werden durch diesen Aufenthalt deutlich weiterentwickelt.
In diesem Schuljahr absolvierten sieben Schülerinnen und Schüler ihr Betriebspraktikum im Ausland. Sie schildern ihre Eindrücke oder ziehen ein Fazit ihres außergewöhnlichen Praktikums:

Ich habe mein zweiwöchiges Schülerpraktikum in England verbracht, wo ich eine sehr gute Zeit hatte. Ich habe bei ‘Radio Corby‘ in Velberts Partnerstadt gearbeitet, wo ich meistens in der Recherchearbeit und Telefonannahme für Wettbewerbe tätig war. An meinem letzten Tag beim Radio wurde ich sogar in einer Live-Übertragung vom Manager interviewt. Dieses Praktikum hat mir nicht nur insofern geholfen, dass ich jetzt weiß, was im Radio so alles passiert, sondern auch, dass ich meine Sprachkenntnisse verbessert habe.

Achim

Ich habe mein Praktikum im Rathaus der griechischen Hafenstadt Igoumenitsa gemacht. Während der zwei Wochen durfte ich jeden Tag in einer anderen Abteilung des Rathauses verbringen und erfahren, welche Aufgaben dort erledigt werden und manchmal sogar selbst mithelfen. Außerhalb der Arbeitszeiten habe ich viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht, viele Orte besichtigt und zahlreiche nette Menschen kennen gelernt. Die Reise nach Griechenland und die Zeit, die ich dort verbringen durfte, waren sehr schöne Erfahrungen für mich; ich werde sie bis zum Ende meines Lebens behalten.

Sena

Das Schülerpraktikum in Landgraaf in den Niederlanden hat mir sehr gut gefallen. Die Grundschule heißt „De Schatgraver“, übersetzt „Der Schatzsucher“ – dies bedeutet, dass die Lehrer in jedem Menschen etwas Gutes suchen und finden wollen. Ich durfte in jedem Bereich helfen und habe viele Erfahrungen gesammelt. Manchmal habe ich auch individuell gearbeitet und mich mit einzelnen Kindern beschäftigt. Die meiste Zeit habe ich in der ersten Klasse verbracht. Dort waren die Kinder, anders als in Deutschland, vier Jahre alt. Ich habe mit den Kindern gespielt sowie Vorschulaufgaben mit ihnen gemacht, gemalt, gebastelt, beim Anziehen sowie beim Essenausteilen geholfen, geputzt etc. Mein Ziel in Bezug auf die Sprache war es, mein Niederländisch zu verbessern, v.a. meinen Wortschatz und meine Aussprache. Dies wurde auf jeden Fall erreicht. Die Zeit war sehr schön und die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Lob von all den Lehrern zu bekommen, weil ich mein Praktikum im Ausland gemacht habe, hat mich gestärkt und mir ein gutes Gefühl gegeben.

Valerie

Ich habe in Corby in einem Bridal/Prom/Evening Wear Shop gearbeitet und konnte mir in vielen verschiedenen Bereichen Einblicke verschaffen. Dazu gehörte u.a. das Arbeiten im Ladenlokal, wo ich Kunden beraten habe und ihnen gegebenenfalls in die Kleider helfen

durfte. Natürlich waren Aufgaben wie Tee- und Kaffeekochen dabei und das Aufräumen nach der Arbeit. Zudem durfte ich bei den Promshows aushelfen. Meine Aufgabe war es, den Models in die Kleider zu helfen und im Notfall das Kleid mit einer Sicherheitsnadel zu kürzen oder enger zu machen. Im Großen und Ganzen war es für mich eine sehr schöne und lehrreiche Zeit, in der ich mein Wissen über Mode und meine Ideen mit einbringen konnte.

Kiara

Mein Praktikum habe ich in Bristol, im Süden Englands, absolviert. Es fand in einem kleinen Restaurant statt. Die Besitzer und Mitarbeiter haben mich herzlich aufgenommen und waren sehr sehr nett zu mir. Ich musste dort Kunden bedienen, Kaffee kochen, Tische abräumen, die Kasse übernehmen, aufräumen und manchmal auch spülen. Trotzdem war ich in der Wahl meiner Aufgaben sehr frei und konnte selbst bzw. mitentscheiden, was ich tun wollte. Generell kann man sagen, dass die Zeit sehr schön war, ich viele Erfahrungen sammeln konnte und eine Menge nette Leute kennen gelernt habe.

Nicola

Wir haben unser Praktikum in England in einem kleinen Ort namens Frinton in dem Kindergarten ,,Letterbox“ absolviert. Unser Aufenthalt in dem Kindergarten hat uns eine Menge Spaß gemacht. Wir konnten mit den Kindern unter anderem kneten, basteln, malen, Türme bauen, lesen oder aber auch draußen spielen. Mit den Mitarbeitern sind wir beide sehr gut klar gekommen. Sie waren von Anfang an freundlich und offen und haben all unsere Fragen beantwortet. Man hat auch viele sprachliche Dinge von ihnen gelernt, besonders wenn wir spezielle Vokabelfragen hatten. Generell hat uns dieses Praktikum in England weitergebracht, v.a. hinsichtlich der Sprache und Kultur. Wir haben uns auch sehr wohl gefühlt, weil wir herzlichst von unserer Gastmutter aufgenommen wurden. Sie hat uns z.B. mit den Busverbindungen geholfen und hat mit uns an dem freien Wochenende Zeit in anderen Städten verbracht, um uns einen Eindruck von England zu geben. Alles in allem können wir definitiv sagen, dass sich dieses Auslandspraktikum gelohnt hat, da wir viele schöne Erfahrungen sammeln konnten.

Marie und Katharina

Bei Fragen bezüglich des Auslandspraktikums wenden Sie sich bitte an Frau Stüber und Frau Vondung. Wenn Eltern durch berufliche oder private Kontakte die Möglichkeit haben, einen Praktikumsplatz zu vermitteln, würden wir uns sehr darüber freuen.